2000 Teilnehmer

Schwälmer nimmt am Ironman auf Hawaii teil

+
Beim Ironman 2013 dabei: Marc Unger aus Schwalmstadt.

Schwalmstadt. 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen - das sind die Distanzen, die Marc Unger aus Schwalmstadt am Donnerstag bei annähernd 40 Grad Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und den berüchtigten "Mumuku-Winden" in möglichst guter Zeit bewältigen will.

Der "Ironman Agegroup Europameister 2013" vom SC Neukirchen stellt sich der Herausforderung Ironman Hawaii wo andere Urlaub machen erbringt er sportliche Höchstleistungen.

"Der Ironman Hawaii ist ein Mythos, der Ursprung des Triathlonsports und einer der bekanntesten Wettkämpfe. Schon als ich 2009 ernsthaft mit der Sportart Triathlon begonnen habe, war es mein Ziel dort mitzumachen", sagte Unger kurz vor der Abreise.

Mitfliegen werden neben seinen zwei Teamkollegen Peter Roth und Marcel Mele auch Freundin, Familie und zahlreiche Unterstützer. Knapp 20 Schwälmer machen sich auf den Weg nach Kailua-Kona (Big Island) um den berühmtesten den Triathlon der Welt zu erleben. Dabei war der Weg nach Hawaii nicht programmiert.

Wie viele Jungen spielte Marc Unger zunächst Fußball im Verein, bevor er mit 15 Jahren den Laufsport für sich entdeckte. "Mit zehn, elf Jahren war Laufen eigentlich nicht mein Ding", so der Athlet. Eine Aussage, die man angesichts seines aktuellen Trainingspensums gar nicht glauben kann. Bis zu 30 Stunden in der Woche trainierte Unger im Vorfeld des Ironmans, am Wochenende teilweise bis zu sieben Stunden am Stück. "Man muss sein Ding durchziehen wollen und im Kopf stark sein. Das gilt sowohl für Training, wie auch für den Wettkampf," so der junge Sportwissenschaftler auf die Frage wie man sich für solch eine Quälerei motiviert. Dass er seine Leistung auf den Punkt abrufen kann bewies Marc Unger beim Ironman Frankfurt, wo er in der Altersklasse M25 gewann und sich als Europameister in der Amateurklasse für Hawaii qualifizierte.

Auf Hawaii möchte Unger an seinen Frankfurter Erfolg anknüpfen und rechnet sich, sofern alles so läuft wie geplant, gute Chancen aus. "Ich will meinen Plan durchziehen. Wer in Frankfurt vorne dabei war, ist auch in Hawaii gut im Rennen."

5000 Euro wird Marc Unger für seinen Traum vom Ironman ausgegeben haben und vor diesem Hintergrund ist der Wunsch nach einem solventen Sponsor nachvollziehbar. "Leben können vom Triathlon nur wenige Spitzensportler. Von über 2000 Teilnehmern in Hawaii sind nur 50 Profis. Trotzdem wäre es toll, selber Profi zu sein," erklärt der junge Mann.

Für den normalen Hobbysportler hat der junge Triathlet abschließend noch einen Tipp parat: "Man muss sich ein Ziel setzen, egal ob man abnehmen, Stress reduzieren oder einfach etwas für die Gesundheit tun möchte. Nur wenn man es selber will, hat man auch Erfolg."

Auf seinem Blog http://marcunger.blogspot.de kommentiert Marc Unger seine Eindrücke vom Ironman und der Zeit auf Hawaii.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare