Familie Lafeld/Werner aus Wolfershausen begrüßt die Tiere

Mit der Schwalbe auf Du und Du

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Oben: Schwalbennester unter dem Dachüberstand. 

Wolfershausen. „Mehlschwalben herzlich willkommen“, so heißt es alljährlich bei Familie Lafeld/Werner in Wolfershausen, wenn die Langstreckenzieher aus ihren Winterquartieren nach Europa zurückkehren, um hier ihre Jungen aufzuziehen.

Sie sind ihrem Geburtsort treu und finden ihn auch wieder, obwohl sie sich die längere Zeit ihres Lebens in Südafrika aufhalten. Doch ein geeignetes Plätzchen für den Nestbau zu finden, wird hierzulande immer schwieriger.

Wenig Baumaterial

Das liegt unter anderem daran, dass die Mehlschwalben kaum mehr Baumaterial aus Lehm und Schlamm für ihre Nester finden. Straßen, Plätze und selbst Feldwege sind heutzutage weitgehend versiegelt.

In Wolfershausen konnte in diesem Jahr beobachtet werden, dass sich ganze Grüppchen von Mehl- und auch Rauchschwalben fleißig an den großen frischen Haufen von Erdaushub bedient haben, die wegen Bauarbeiten überall im Ort zu finden sind.

Kot fällt aus den Nestern

Außerdem mögen viele Hausbesitzer die Gebäudebrüter deswegen nicht, da sie doch einigen Schmutz verursachen, der sowohl beim Nestbau, aber besonders bei der Aufzucht der Jungen anfällt.

Dem kann man aber auch wirkungsvoll begegnen, indem man etwa 50 Zentimeter unterhalb der Nester ein Schmutzfangbrettchen anbringt, erklärt der Felsberger Vogelschutzbeauftragte Otto Gerhold.

Brettchen oder Planen

Familie Lafeld/Werner hat eine andere Lösung parat: Sie legt unterhalb der Nester am Boden vor dem Haus einen Streifen alter Tapete oder eine Plane aus und behält damit nach Ende der Brutsaison auch keinerlei unschöne Hinterlassenschaften zurück.

Da Mehlschwalben gern in Kolonien brüten, befinden sich meist mehrere Nester dicht nebeneinander unter dem Dachsims. (bmn)

Kontakt: Vogelschutzbeauftagter Otto Gerhold, Tel. 0 56 65 / 51 91

Quelle: HNA

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