Arbeitsmarkt im Schwalm-Eder-Kreis voller Dynamik

Detlef Hesse

Homberg. Nirgendwo im Bezirk Kassel hat sich der Arbeitsmarkt so positiv verändert wie im Schwalm-Eder-Kreis. So kommentierte Detlef Hesse, Leiter der Arbeitsagentur in Kassel, die neuesten Zahlen im Gespräch mit der HNA.

Demnach beträgt die Arbeitslosenquote im Landkreis 5,2 Prozent (Vorjahresmonat 5,7 Prozent). Dem Schwalm-Eder-Kreis komme besonders seine wirtschaftliche Struktur aus kleinen und mittelständischen Betrieben zugute, erläuterte Hesse. Diese würden nicht so stark auf Wirschaftsschwankungen reagieren. Bei Großbetrieben würden schneller Stellen abgebaut als bei den Kleinen, wenn einmal ein Auftrag ausbleibe.

Es gab Nachholbedarf

Ein weiterer Grund für die auffällige Belebung in Schwalm-Eder sei, dass der Landkreis nach der Konjunkturkrise 2008/2009 später wieder in Schwung gekommen sei, somit bestehe jetzt Nachholbedarf.

Im Geschäftsbereich Fritzlar betrug die Arbeitslosenquote im März 5,2 Prozent (Vorjahresmonat: 6,1 Prozent), im Bereich Melsungen 4,6 Prozent) und im Bereich Schwalmstadt 5,3 Prozent (5,9 Prozent).

Die Frühjahrsbelebung habe jetzt eingesetzt, weil die Kälteperiode in diesem Jahr erst relativ spät kam. Es zeichne sich auch ab, dass zurzeit viele Firmen noch einstellten, sagte der Agenturchef aus Kassel. Das gelte besonders in den Außenberufen wie Baugewerbe und Gartenbau. Freie Stellen gebe es nach wie vor vor allem in den Bereichen Pflege und Logistik. Für Fritzlar waren im März 167 Stellen neu gemeldet worden, 13 mehr als im März des vergangenen Jahres.

Seit Anfang des Jahres hat die Agentur Fritzlar 401 offene Arbeitsstellen registriert, zurzeit sind dort 310 freie Stelen gemeldet, in Melsungen 200. (ode)

Quelle: HNA

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