Fahrzeughalter im Schwalm-Eder-Kreis sehen keine Vorteile

Wechselkennzeichen: Nur ein Auto darf fahren

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Wechselkennzeichen: Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) stellte es im Juli vor.

Schwalm-Eder. Zwei Autos, ein Kennzeichen: Mit der Einführung des Wechselkennzeichens sollte Autofahrern eine Möglichkeit zum Sparen eröffnet werden. Doch das seit 1. Juli bundesweit geltende Angebot stößt auf äußerst geringes Interesse.

Im Schwalm-Eder-Kreis wurde bislang kein einziges Wechselkennzeichen vergeben.

„Nachfragen gibt es hin und wieder“, sagt Landrat Frank-Martin Neupärtl. „Doch nach näherer Erläuterung der Sachlage und der Kosten ist bisher jedes Interesse erloschen.“ Für die gemeinsame Zulassung zweier Fahrzeuge werden 12 Euro mehr fällig als bei der getrennten Zulassung.

Dazu kommen die Kosten für neue Schilder, zumal diese anders aussehen als die üblichen. Wechselschilder bestehen aus zwei Teilen: Eines bleibt am Fahrzeug, das andere wird jeweils an dem Auto aufgesteckt, das gefahren werden soll. Das Auto, das gerade quasi außer Dienst gestellt ist, darf nicht auf öffentlichem Grund geparkt werden. Es benötigt einen privaten Stellplatz.

Außerdem ist es nicht möglich, ein Motorrad und einen Pkw damit zu bestücken, keinen Pkw und einen Anhänger, wohl aber einen Personenwagen und beispielsweise ein Wohnmobil.

Auch wenn die Pressestelle des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft nach zwei Monaten seit der Einführung keine konkreten Zahlen nennen kann, so sagt Pressesprecher Stephan Schweda doch: „Die Resonanz ist eher verhalten.“ Wer meint, dass Wechselkennzeichen eine Alternative sein könnten zu herkömmlichen Modellen wie Zweitwagen oder Saisonkennzeichen, sollte sich von seiner Versicherung ausrechnen lassen, ob er etwas spart, rät Schweda.

An den Kosten für die Auto-Steuer ändert sich jedenfalls nichts. Beide Fahrzeuge müssen voll versteuert werden. Hintergrund Kommentar

Quelle: HNA

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