Frühling ist mit Sonne gestartet

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So lässt es sich aushalten – zumindest fürs Foto: HNA-Praktikant Till Bayer nahm am Singliser See ein kurzes Sonnenbad.

Schwalm-Eder. Da ist er ja endlich: der Frühling! Die Sonne scheint. Nach einem mausgrauen Winter - dem grauesten seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen 1951 - macht das umso mehr Spaß, auch wenn es vorerst nur bis zum Wochenende so bleibt.

Hochbetrieb herrscht derzeit in den Blumengeschäften. Das gute Wetter wird von vielen Menschen genutzt, um den heimischen Garten auf Vordermann zu bringen. "Der Frühlingsrenner ist die Primel", sagt Adolf Ludwig vom Gärtnerhof in Fritzlar. Dort stehen die Frühlingsboten in allen Farben bereit. "Tulpen und Narzissen sind natürlich auch sehr beliebt. Aber die blühen derzeit noch nicht im Freien", erklärt er.

Derzeit sind sie heiß begehrt: Primeln in vielen verschiedenen Farben sind der Frühlingsrenner. Das weiß Stefanie Gerhold vom Gärtnerhof in Fritzlar.

An den Badeseen wie dem Singliser See und der Stockelache herrscht derzeit natürlich noch kein Betrieb. Eisschollen auf der Wasseroberfläche verraten einiges über die Wassertemperatur. Dennoch lohnt sich ein Ausflug bei herrlichem Sonnenschein auf den Spazierwegen.

Auch in den Eisdielen haben sich bereits zahlreiche Passanten niedergelassen. Bei eher frischen Temperaturen um die neun Grad kann man zwar noch nicht von wirklichem Wetter zum Eisessen sprechen, aber ein Kaffee in der Sonne macht mindestens genauso viel Spaß. Wer das gute Wetter nutzen möchte, der sollte sich besser beeilen. Zum nächsten Wochenende soll es zwar schon wieder etwas grauer werden, aber bis dahin steht der Sonne nichts im Weg.

Von Moritz Schäfer

Meteorologe: Heute sonnig und warm

Günter Fickenscher prognostiziert für nächste Woche kühle Periode, aber der Frühling kommt. Wer heute und morgen die Gelegenheit dazu hat, sollte noch einmal die Sonnenstrahlen nutzen. Denn am Donnerstag wird es schon nicht mehr ganz so sonnig sein, prognostiziert Günter Fickenscher, Diplom-Meteorologe aus Fritzlar.

Für den heutigen Dienstag rechnet er mit Temperaturen bis zu zehn bis zwölf Grad, ähnliche Werte könnten auch in der zweiten Wochenhälfte erreicht werden, allerdings mit weniger Sonne. „Diese Woche haben wir Frühling“, sagt Fickenscher.

Für die kommende Woche sei allerdings noch einmal mit einem Temperatureinbruch zu rechnen, sagt er: „Es kann nachts noch einmal Minustemperaturen geben.“ Wenn die Sonne in diesen Tagen scheint, dann sei ihre Strahlungsintensität schon recht stark, ungefähr so wie im September.

Ganz aufzuhalten sei der Frühling nicht mehr. Temperaturen unter Null seien im März überhaupt nicht ungewöhnlich, das zeigen Fickenschers langjährige Wetteraufzeichnungen. Im Schnitt falle das Thermometer an zehn bis 15 Nächten im März in den Minusbereich. Sehr selten sei indes, dass die Höchsttemperatur auch am Tag nicht in den Plusbereich gehe. Der März sei generell der Monat mit den stärksten Schwankungen. Das sagt auch eine Bauernregel, die Fickenscher zitiert: „Schnee, der im Märzen weht; abends kommt und morgens geht.“ (ode)

Quelle: HNA

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