Investitionen auf Rekordniveau in 2018

Straßenbau im Schwalm-Eder-Kreis: 19 Millionen Euro sollen ausgegeben werden

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Kreisel geplant: An der Anschlussstelle Mardorf der Kreisstraße 26 (Foto) soll ein Kreisel entstehen. Die Fahrbahn wird 2018 ausgebaut. Der Landkreis investiert insgesamt knapp 19 Millionen Euro in den Ausbau der Kreisstraßen.

Schwalm-Eder. Mit einem sehr ambitionierten Straßenbauprogramm geht der Schwalm-Eder-Kreis in das Jahr 2018. Fast 19 Millionen Euro sollen ausgegeben werden.

Sehr aufwendig wird zum Beispiel die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn zwischen Homberg und dem Anschluss an die B 254. 

6700 Fahrzeuge jeden Tag haben ihre Spuren hinterlassen: Auf der Gefällstrecke von Homberg zur B 254 ist die Kreisstraße 26 seit Jahren wellig und stark ausgeschlagen. 2018 soll die am stärksten frequentierte Kreisstraße für 1,3 Millionen Euro ausgebaut werden.

Die Besonderheit dabei: Am Abzweig nach Mardorf soll aus Gründen der Verkehrssicherheit ein Kreisel gebaut werden. Verkehrsexperten hätten das vorgeschlagen, so der Erste Kreisbeigeordnete und Vizelandrat Jürgen Kaufmann.

Derzeit gilt wegen des schlechten Zustands der Fahrbahn ein Tempolimit von 70 km/h. Wenn die Straße erst einmal von Grund auf erneuert worden ist, fällt die Beschränkung weg und theoretisch könnte man 100 Sachen fahren.

Der Kreisel soll dazu beitragen, dass an dieser Stelle langsamer gefahren wird und Fußgänger ungefährdet zu den Bushaltestellen kommen. Auf Kosten der Stadt Homberg soll noch dazu ein Gehweg bis nach Mardorf angelegt werden.

Die K 26 ist nur ein Beispiel für 40 Projekte, die der Landkreis 2018 verwirklichen will. Überwiegend werden Fahrbahnen außerorts erneuert. In Gilserberg-Itzenhain, Felsberg-Wolfershausen, Spangenberg-Weidelbach Fritzlar-Rothhelmshausen und Guxhagen-Grebenau werden die Ortsdurchfahrten ausgebaut. Außerdem handelt es sich um vier Unterführungen und sieben Stützwände.

Diese größeren Straßenbauprojekte gibt es:

• Felsberg-Altenbrunslar und Guxhagen-Ellenberg (drei Millionen Euro),
• Knüllwald-Nenterode und Knüllwald-Rengshausen (1,1 Millionen Euro),
• Knüllwald-Lichtenhagen und Knüllwald-Oberbeisheim 2,25 Millionen Euro),
• Felsberg-Niedervorschütz und Felsberg-Lohre (770 000 Euro),
• Fritzlar-Haddamar und Fritzlar-Züschen (870 000 Euro),
• Neukirchen-Nausis und Neukirchen-Wincherode (536 000 Euro) und
• Schrecksbach-Röllshausen und Willingshausen-Merzhausen (921 000 Euro).

Die Fahrbahnbreiten bleiben nach Angaben des Landkreises erhalten, teilweise würden die Straßen sogar etwas breiter ausgebaut – und sei es durch Rasengittersteine im Bereich der Bankette, die für mehr Stabilität sorgen sollen. Der Eindruck, dass die Straßen nach dem Ausbau schmaler geworden sind, entstehe, weil es oft keine Mittelmarkierungen mehr gebe. Darauf habe der Landkreis aber keinen Einfluss. Das sei Sache der Verkehrsbehörde Hessen Mobil, so Kaufmann.

Hintergrund: Thema Mittelmarkierung

Was die Markierungen schmaler Straßen angeht, verweist die Verkehrsbehörde Hessen Mobil auf geltende Richtlinien. Außerhalb bebauter Gebiete müssten die Fahrstreifen mit Leitlinien markiert werden, wenn sie eine Breite von 5,50 Meter oder mehr aufweisen.

Auf Fahrbahnen mit geringeren Breiten sollten Mittellinien nicht aufgebracht werden, da Autofahrer dann in eine enge Spur gezwungen würden und bei Gegenverkehr ein gefahrloses Ausweichen vielfach nicht möglich sei. Das könne zu gefährlichen Situationen führen. Das sei durch Untersuchungen bezüglich der Unfallhäufigkeit bestätigt worden.

Durch eine Mittelmarkierung werde unter Umständen eine Sicherheit im Hinblick auf die Fahrbahnbreite im Begegnungsverkehr erzeugt, die nicht gegeben sei. (hro)

Quelle: HNA

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