Schnelles Internet im Schwalm-Eder-Kreis: Ausbau lohnt sich kaum

Schwalm-Eder. Die Chancen für einen zügigen Ausbau der Internetgeschwindigkeit im Schwalm-Eder-Kreis stehen schlecht: Das Kosten-Nutzenverhältnis für Investoren sei „mäßig“, heißt es in einer Untersuchung des Vereins Biix.

Hinter Biix verbergen sich die Düsseldorfer Unternehmensberatung Micus und die Bauhaus-Universität Weimar. Sie haben für Landkreise und kreisfreie Städte einen Breitbandinvestitionsindex (Biix) errechnet. Der Biix zeige die Ausbauvoraussetzungen für Breitband-Internet.

In Schwalm-Eder beträgt er 1,97, damit landet der Kreis auf Platz 302 von 413. Zum Vergleich: Kassel liegt auf Platz 234 mit einem Wert von 3,45. Die Kernaussage dieser Untersuchung sei richtig, bestätigt Hans-Georg Korell von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Er verweist aber auch auf die massiven Bemühungen, die der Kreis seit 2007 unternimmt, um Versorgungslücken zu schließen.

Laut Korell ist die Grundversorgung im Kreisgebiet weitgehend gewährleistet. Als Untergrenze gilt eine Geschwindigkeit von zwei Megabit pro Sekunde (Mbit). Nur in einigen Bereichen wie Spangenberg hinke man noch hinterher.

Dies bestätigen Erhebungen des Bundeswirtschaftsministeriums. Allerdings zeigen die Daten auch: Wenn es um schnellere Verbindungen geht, hat der Kreis Nachholbedarf. Bereits eine Geschwindigkeit von sechs Mbit ist meist nur in Kernorten verfügbar, bei 16 Mbit ist nicht einmal dies gewährleistet. Ziel ist aber mittlerweile auch im Schwalm-Eder-Kreis ein Hochgeschwindigkeitsinternet mit mindestens 50 Mbit.

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Quelle: HNA

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