47-Jähriger räumt drei Taten ein - Prozess wurde unterbrochen

Schwalm-Eder-Kreis: Ex-Lehrer steht wegen Missbrauchs vor Gericht

Schwalm-Eder. Wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen steht ein ehemaliger Lehrer vor dem Fritzlarer Amtsgericht. Dem 47-Jährigen wird vorgeworfen, mit einer damals 15-jährigen Schülerin viermal Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.

Der Prozess wurde am Donnerstag bereits nach einer Dreiviertelstunde unterbrochen. Der Angeklagte räumte drei der Taten ein, bestritt aber einen weiteren sexuellen Kontakt. Bei dem ersten Treffen mit seiner Schülerin in einem Park sei es zwar zu Küssen, aber nicht zu mehr gekommen, behauptete er.

Oberstaatsanwalt Hans-Manfred Jung will das mutmaßliche Opfer zunächst noch einmal zu diesem ersten Treffen hören. Er messe diesem eine hohe Bedeutung zu, deutete Jung an. Für den ersten Prozesstag war die heute 17-Jährige nicht geladen worden.

Der Ex-Lehrer, dem die Schule inzwischen fristlos gekündigt hat, räumte ein, dass er das Alter des Mädchens gekannt habe. Er habe ursprünglich keine sexuellen Hintergedanken gehabt.

Doch dann hätten sich er und die Schülerin ineinander verliebt, sagte der Angeklagte aus. Die 15-Jährige habe auch viel älter und reifer gewirkt als ihr tatsächliches Alter. So sei es schließlich zu dem dreimaligen Geschlechtsverkehr gekommen.

Seine Ehe habe sehr unter den Vorfällen gelitten, erklärte der 47-Jährige und fügte hinzu, dass seine eigene Ehefrau ihn wegen Missbrauchs angezeigt habe. Inzwischen habe er keinen Kontakt mehr zu der Schülerin.

Strittig ist auch die Frage, wer von den beiden die Beziehung schließlich beendet hat. Der Ex-Lehrer sagte, er sei das gewesen. Doch ein Brief des Mädchens, den Richterin Corinna Eichler im Verfahren vorlas, deutet darauf hin, dass die Schülerin den Schlussstrich zog. Das Verfahren vor dem Schöffengericht wird am Freitag, 4. Februar, 9 Uhr fortgesetzt.

Quelle: HNA

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