Wartelisten in vielen Kommunen – Abdeckung bei 32 Prozent

Im Landkreis fehlen noch Krippenplätze

Schwalm-Eder. Bei den Krippenplätzen im Schwalm-Eder-Kreis besteht immer noch Ausbaubedarf. Das teilte Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker auf Anfrage mit. Im Schnitt liegt der Versorgungsgrad im Landkreis derzeit bei 32 Prozent – trotzdem gibt es in mehreren Städten und Gemeinden noch Wartelisten.

Der Kreistag hat als Ziel eine Versorgungsquote von 37 Prozent gesetzt. In manchen Kommunen ist diese Quote schon jetzt überschritten. „Malsfeld ist spitze im Landkreis“, sagte Becker – dort liegt die Quote derzeit schon bei über 50 Prozent. 1292 Krippenplätze gibt es im Landkreis derzeit, 1510 sollen es werden. 4082 Kinder unter drei Jahren waren zum Jahresende 2012 im Schwalm-Eder-Kreis gemeldet.

Das Land Hessen hat für das laufende Jahr Fördergeld von 574.000 Euro für den Landkreis in Aussicht gestellt, mit diesem Geld sollen kurzfristig zusätzliche 54 Plätze geschaffen werden. Damit läge die Versorgungsquote bei 33 Prozent.

Der Bund will weiteres Geld zur Verfügung stellen, der Schwalm-Eder-Kreis wartet aber immer noch auf die Zuwendungsbescheide. Es geht um ein Fördervolumen von 1,6 Millionen Euro, 124 Betreuungsplätze könnten damit geschaffen werden. Dann wäre eine Versorgungsquote von 36 Prozent erreicht.

362 Hortplätze

Ein Wermutstropfen: Während die Zahl der Krippenplätze steigt, sinkt die Zahl der Hortplätze. Aktuell gibt es im Bereich der Jugendhilfe 362 Hortplätze, die etwa an Kindertagesstätten angegliedert sind. „Wenn Krippenplätze geschaffen werden, geht das zum Teil zulasten der Hortplätze“, räumt Horst Abel vom Kreisjugendamt ein.

Lange Wartelisten gebe es für Hortplätze trotzdem nicht – denn das Ganztags- und Betreuungsangebot an den Schulen werde ausgebaut, betont Abel. Derzeit gibt es im Kreis 61 Schulen mit Ganztags- oder Betreuungsangeboten.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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