Homberg im Boot bei Stadtwerke Union Nordhessen

Schwalm-Eder: Nordgemeinden wollen mit Netz Kohle machen

Schwalm-Eder. In der Frage der Stromkonzession ist der Schwalm-Eder-Kreis in Nord und Süd gespalten. Zumindest im Nordkreis könnte ähnliches passieren, wie am Dienstag in Wolfhagen. Dort haben sich sechs regionale Energieversorger zur Stadtwerke-Union Nordhessen (SUN) zusammengeschlossen. Aus dem Schwalm-Eder-Kreis machen die Stadtwerke Homberg mit.

Die meisten Städte und Gemeinden im südlichen Schwalm-Eder-Kreis halten „den guten alten Konzessionsvertrag mit der Eon für die beste Wahl“, urteilt der Körler Bürgermeister Mario Gerhold. Er ist Sprecher der Nordgemeinden, die sich zur „Energiekommission Schwalm-Eder Nord“ zusammengetan haben.

Die seien „etwas neugieriger“ und wollten die Chance nutzen, sich durchaus auch für einen anderen Netzbetreiber entscheiden zu können. Noch vor einem Jahr hatten 24 Bürgermeister diese Idee in Erwägung gezogen. Jetzt sind die 27 Kommunen des Kreises in zwei Lager zerfallen.

Einen neuen Konzessionsvertrag mit der Eon haben nach deren Auskunft bereits Schwalmstadt, Schwarzenborn, Neukirchen, Oberaula, Willingshausen, Gilserberg, Borken und Frielendorf unterzeichnet. Ottrau und Schecksbach wollen noch in diesem Monat unterschreiben.

In Niedenstein, Gudensberg, Melsungen, Felsberg und Spangenberg sowie Edermünde, Malsfeld, Morschen, Körle und Guxhagen, also den zehn Kommunen der Energiekommission, prüft zurzeit ein Fachbüro aus Aachen die Leitungen. Dadurch soll geklärt werden, ob die Stromnetze auf deren Gebiet zumindest ohne Verlust betrieben werden könnte.

Auch über die Gründung einer Netzgesellschaft denken die zehn Bürgermeister nach. Gerhold: „Wir wollen wissen, unter welchen Bedingungen wir das selbst machen, Einfluss nehmen und ob wir auch Geld damit verdienen können.“

Quelle: HNA

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