Polizei gibt Tipps

Trojaner eingeschleust: Unternehmen im Schwalm-Eder-Kreis erpresst

Schwalm-Eder. Im Schwalm-Eder-Kreis haben unbekannte Täter ein Unternehmen erpresst. Die Täter forderten mehrere hundert Euro für die Freigabe von blockierten Daten.

Die Täter - es muss sich um Computerspezialisten handeln - schleusten laut Polizei Schadprogramme auf einen Computer. Die Software blockierte mehrere zehntausend Dateien.

Am Freitag vergangener Woche ging bei dem Unternehmen eine als Bewerbung getarnte E-Mail ein. Eine Unternehmensmitarbeiterin klickte den E-Mail-Anhang mit der vermeintlichen Bewerbung an und lud so einen Trojaner (Schadprogramm) herunter. Durch diesen wurden insgesamt etwa 95.000 Dateien blockiert.

Der Schaden fiel dem Unternehmen am 27. August auf. Mitarbeitern des Unternehmens gelang es im Anschluss, einen Großteil der Daten zu sichern.

Die Erpresser stellten dem Unternehmen eine Wiederherstellung der Daten in Aussicht. Dazu müssten mehrere hundert Euro in Bitcoins (Internet- oder Kryptowährung) gezahlt werden.

Das Unternehmen zahlte den geforderten Geldbetrag nicht an die Erpresser. 

Tipps der Polizei für private Nutzer und Unternehmen

Markus Brettschneider, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder gibt Tipps für private Nutzer und Unternehmen:

  • Die Netzwerkinfrastruktur schützen: Abschottung, abgestufter Aufbau und Trennung von Netzen), um damit das Risiko einer Infektion und deren Ausbreitung im eigenen Netzwerk zu reduzieren.
  • Zugriffsrechte beschränken.
  • Festlegen, welche zugelassenen und legitimen Softwareprodukte auf betrieblichen Rechnern installiert werden dürfen.
  • Mitarbeiter regelmäßig für Infektionsmöglichkeiten sensibiliseren.
  • Software und Betriebssysteme aktuell halten.
  • Aktuelle Anti-Viren-Software benutzen.
  • Regelmäßig Backups sensibler Daten auf externen Speichermedien.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Oliver Berg dpa

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