Zahl der Photovoltaik-Anlagen im Landkreis auf Höchststand

Schwalm-Eder: Zahl der Photovoltaik-Anlagen im Landkreis auf Höchststand

Schwalm-Eder. Die Energiewende wird in der Region Realität: Bereits mehr als 50 Prozent des Strombedarfs im Gebiet der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) stammen aus erneuerbaren Energieträgern wie Wasser, Biomasse, Sonne, Wind.

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Eigenheimbesitzer im Bereich Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg auf Sonnenenergie gesetzt. Insgesamt speisen zurzeit 5170 Photovoltaikanlagen Strom aus erneuerbaren Energiequellen ins EWF-Netz ein.

Die EWF versorgt auch die Einwohner von Fritzlar und Bad Zwesten. In der Domstadt sind zurzeit 284, in der Kurgemeinde 168 Photovoltaikanlagen installiert.

Damit bestätigt die EWF den Rekord, den jetzt der Bundesverband Solarwirtschaft vermeldete: Insgesamt 1,3 Millionen Solaranlagen hätten 2012 so viel Strom erzeugt, dass rechnerisch jeder fünfte deutsche Haushalt seinen Bedarf aus Sonnenenergie decken könnte. Das Ertragsplus liegt nach Angaben des Verbands für Solarwirtschaft bei 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wolfgang Imberger, Geschäftsführer der Kraftstrombezugsgenossenschaft Homberg (KBG), ist allerdings skeptisch, dass dieser Trend weiter anhält. Zwar habe die Zahl der in der Homberger Kernstadt registrierten Photovoltaikanlagen nun mit 242 einen Höchststand erreicht, doch seien im Vergleich zum Vorjahr dort weniger Anlagen ans Netz gegangen als zuvor. Waren es 2011 noch 50 Eigenheimbesitzer, die sich eine PV-Anlage aufs Dach setzten, sank ihre Zahl im vorigen Jahr auf 30.

Dachflächen fehlen

Für Imberger ist das nachvollziehbar: "Man braucht geeignete Dachflächen und deren Zahl ist eben irgendwann erschöpft." Die Eon Mitte dagegen bleibt zuversichtlich: Die Zahl der Anlagen bleibe auch weiter auf hohem Niveau." (asz/bra)

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Quelle: HNA

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