Keine Angst vor den Krabblern

Andrang bei Ausstellung mit Spinnen und Insekten

+
Faszination Spinne: Die vierjährige Klara-Marie Dölle (links) und ihre Schwester Luisa (acht Jahre) aus Treysa mit Spinnenattrappen vor den Schaukästen.

Schwalmstadt. Wie fühlt es sich an, eine lebendige Vogelspinne in den Händen zu halten? Diese Erfahrung machte am Ostermontag ein großer Teil der Besucher der Spinnen- und Insektenausstellung in der Ziegenhainer Kulturhalle.

Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder traten gleichermaßen zum Test an und bewiesen sich selbst und den sie umringenden Zuschauern, dass nicht jede Vogelspinnenart launisch und angriffslustig ist.

Große Geduld und Gelassenheit bewies „Grammostola rosea“, die Rote Chile-Vogelspinne, die mit Pausen von einem zum anderen gereicht wurde. Fasziniert blickten die „Mutigen“ unter den Ausstellungsbesuchern zunächst auf das in einem metallischen Rosa schimmernde, behaarte Tier in ihren Händen und dann in die Kamera, die den Moment als Erinnerungsfoto und als Beleg für ihre „Tapferkeit“ festhielt.

Manch einer konnte sich überwinden und wischte für einen Augenblick ein leichtes Ekelgefühl und etwas Misstrauen beiseite. Andere erklärten, sich die Spinnen anzuschauen ginge gerade noch, sie anzufassen, käme für sie auf gar keinen Fall in Frage. Erfolglos blieben da auch die Überredungsversuche des eigenen Nachwuchses, der immer wieder versicherte, es sei keinesfalls eklig und gar nicht schlimm.

An den Wänden der Kulturhalle standen lange, mit Tischdecken im grünen Blätterdesign bedeckte Tischreihen, auf denen sich Terrarien mit Exemplaren einzelner exotischer Spinnenarten befanden. Auch Terrarien mit Skorpionen, Tausendfüßlern, Schaben, Dorngespenstschrecken und Achatschnecken weckten das Interesse der Besucher aus dem Schwalm-Eder- und dem Vogelsbergkreis.

Vor der Bühne nahmen einige von ihnen Platz, um sich Filmbeiträge über die ausgestellten Spinnen und ihre verwandten Arten anzusehen. Informationstafeln gaben Auskunft über Herkunft, Lebensform und Charaktereigenschaften der einzelnen Tiere und bemühten sich, mit Horrorklischees und gängigen Vorurteilen aufzuräumen.

In der Mitte der Halle zogen auf Tischreihen ausgestellte Schaukästen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Eine bunte Sammlung an präparierten Spinnen, Käfern, Tag- und Nachtfaltern bot einiges zum Staunen. Dreihornkäfer, Atlasfalter, Totenkopfschwärmer und eine Vielzahl an Spinnen und Insekten, die nur den lateinischen Namen aufwiesen, fanden große Beachtung.

Zusammengestellt und präsentiert wurde die Ausstellung von Sergio Neigert (26) aus Feuchtwangen.

Fotos: Spinnen- und Insektenausstellung

Spinnen- und Insektenausstellung in Ziegenhain

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare