Schwalmstadt: Zwei junge Männer wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

Schwalmstadt. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurden zwei Angeklagte aus dem Altkreis Ziegenhain im Amtsgericht Schwalmstadt zu drei Jahren auf Bewährung und 1000 Euro Geldstrafe sowie zu einer Jugendstrafe von zwei Wochen Dauerarrest verurteilt.

Den beiden Angeklagten wurde vorgeworfen, eine Schlägerei angezettelt zu haben und dabei drei Personen durch Tritte und Schläge verletzt zu haben. 

Angefangen hatte alles, als einer der Angeklagten, ein 19-Jähriger, Anfang Oktober 2009 uneingeladen auf einer Geburtstagsfeier in einer Grillhütte in der Großgemeinde Frielendorf erschienen war. Es kam zum Streit zwischen dem Angeklagten und einigen Gästen, darunter auch die drei Opfer.

Daraufhin verließ der 19-Jährige die Feier, um kurze Zeit später mit dem zweiten Angeklagten, einem 36-Jährigen, zurück zu kommen. Der 36-jährige Mann hatte seinen Schäferhund dabei. Auf dem Parkplatz oberhalb der Grillhütte ist den Angeklagten das erste Opfer, ein Bekannter des 19-Jährigen, entgegengekommen. Die beiden Männer schlugen und traten ihn. Zudem soll der 36-Jährige seinen Hund auf den Bekannten gehetzt haben. Dadurch erlitt dieser eine leichte Bissverletzung am Bein.

Das zweite Opfer erschien kurz darauf ebenfalls auf dem Parkplatz. Auch über es sollen die Angeklagten brutal hergefallen sein. Als das Opfer bereits am Boden lag, soll der ältere Angeklagte dessen Kopf hochgehalten haben, während der 19-Jährige zugetreten haben soll. Der kleinere Bruder des zweiten Opfers kam zu Hilfe, wurde aber auch zusammen geschlagen. Der 19-jährige Angeklagte trug von der Schlägerei Rippenprellungen und Verletzungen im Gesicht davon. Ein Opfer konnte flüchten und die Polizei verständigen.

Am nächsten Morgen kamen die Angeklagten und der Vater des 19-Jährigen an den Ort des Überfalls zurück, wo sie auf zwei der Opfer trafen. Der 19-Jährige entschuldigte sich für die Schläge. Er wollte sich auch bei dem dritten Opfer entschuldigen, dieses aber rief die Polizei. Daraufhin soll der 36-jährige Angeklagte es gepackt und ins Gesicht geschlagen haben, um es wegen seiner Polizeiaussage einzuschüchtern.

Laut einer Zeugenaussage sei der Angeklagte bekannt dafür, uneingeladen auf Feiern zu erscheinen. Er hätte mit dem Verhalten schon häufiger provoziert. Zudem sei der junge Mann nach Polizeiangaben stark betrunken gewesen. Der 36-jährige Angeklagte legte vor Gericht kein Geständnis ab. Er sei sich keiner Schuld bewusst. Der zweite Angeklagte hatte bereits im Vorfeld seine Schläge zugegeben, zeigte während der Verhandlung aber keine Reue. Der 36-jährige Angeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt, sowie zu einer Geldstrafe von 1000 Euro. Die Gefängnisstrafe wurde zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt. Der jugendliche Angeklagte muss wegen gefährlicher Körperverletzung einen zweiwöchigen Dauerarrest absitzen.

Quelle: HNA

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