Schwalmstädter Parlament kippt Förderantrag: Kein neues Dorfgemeinschaftshaus in Trutzhain

Schwalmstadt. Es bleibt dabei: Bürgermeister Pinhard muss den schon gestellten Förderantrag für ein neues Dorfgemeinschaftshaus in Trutzhain zurückziehen. Darauf bestand am Donnerstag die Mehrheit der Stadtverordneten.

In der vorigen Sitzung war es abgelehnt worden, das neue Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ (Förderquote 90 Prozent) optional zu nutzen, es geht um den Abriss des seit Langem maroden Saalanbaus und einen freistehenden Neubau, Kostenvolumen rund 1 Mio. Euro.

Pinhard hatte Widerspruch gegen den Stadtverordnetenbeschluss eingelegt, sodass das Thema nun erneut Tagesordnungspunkt war. Es verfing allerdings nicht, dass er die bloße Prüfung einer Möglichkeit der Förderung unterstrich. Er habe dem Parlament nicht vorgreifen wollen, sondern, so Pinhard: „Es war meine ureigenste Pflicht, den Förderantrag zu stellen.“ Ein Annahmebeschluss obliege letztlich den Stadtverordneten.

Die Debatte

Thomas Kölle (FWG) bestand darauf: „Etwas stimmt nicht, das Parlament ist vorab zu fragen.“ Grünensprecher Dr. Jochen Riege befand unter zustimmendem Klopfen ähnlich, „es gibt keine Neuerungen, warum sollte heute etwas anders sein?“. Leider könne man sich ein neues DGH nicht leisten. Dr. Constantin Schmitt (FDP) fand den Kostenansatz viel zu hoch. Friedrich Sperlich (SPD), der, wie er betonte, nicht nur als Trutzhainer sprach, vermochte das Steuer nicht mehr herumzureißen mit seiner eindringlichen Werbung um ein Bestehlassen des Antrags. Das Trutzhainer DGH werde ungewöhnlich stark genutzt und dringend gebraucht.

Das Abstimmungsergebnis

Unter die 13 Befürworter mischten sich etwa auch der der Trutzhainer Peter Hill (CDU), aber selbst wenn alle SPD-Abgeordneten anwesend gewesen wären, hätte es wohl nicht für ein positives Votum gereicht. Vier Stadtverordnete enthielten sich der Stimme, aber 16 lehnten den Antrag ab.

Der Abgang

Das endgültige Nein sorgte offensichtlich für Enttäuschung, eine ganze Reihe Zuschauer räumte umgehend ihre Plätze auf der Besucherempore. Seit sieben und mehr Jahren geht es um die fragliche Zukunft des maroden Gebäudes, 2012 war beschlossen worden, auf Neubau zu setzen.

Quelle: HNA

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