Rat für Schwangere: Landkreis unterstützt Arbeit der Awo

Schwalm-Eder. Die sozialmedizinische Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt (Awo) erhält 20.000 Euro vom Schwalm-Eder-Kreis. Sie ist unter anderem Anlaufstelle für Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen.

Hier umfasst die Beratung insbesondere das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Vermeidung eines Abbruchs. Im vergangenen Jahr habe es in solchen Fällen 116 Beratungen geben, das sei ein Rückgang um etwas mehr als zehn Prozent zum Vorjahr, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

38 Prozent der Frauen waren alleinlebend, 62 Prozent lebten in einer Partnerschaft und 72 Prozent hatten bereits ein oder mehrere Kinder. Auffällig sei gewesen, dass sich die Zahl der ratsuchenden Frauen über 40 mehr als verdoppelt habe.

Die Gründe für einen in Erwägung gezogenen Schwangerschaftsabbruch seien häufig die finanzielle Situation, befürchtete berufliche Nachteile und eine bereits abgeschlossene Familienplanung. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sei die Sexualpädagogik. (hro)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare