Fehlanzeige bei Lohnsteuer und Sozialabgaben – Auch den Partner erwartet ein Verfahren

Schwarzarbeit: Wirtin muss 8400 Euro zahlen

Marburg/Schwalmstadt. Die Frau erschien nicht vor dem Marburger Schöffengericht, obwohl sie mit Postzustellungsurkunde geladen war. Zahlen muss die 25-jährige Restaurantbesitzerin aus dem Altkreis Ziegenhain dennoch.

In Abwesenheit verurteilte das Marburger Gericht sie wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe in Höhe von 8400 Euro.

Das Gericht sah es auch durch das Fernbleiben der Angeklagten als erwiesen an, dass sie mehr als drei Jahre lang der Staatskasse einen Schaden in Höhe von fast 20 000 Euro zugefügt hatte. Von Januar 2006 bis März 2009 waren von der Frau, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten ein Speiselokal betreibt, für einen Teil ihrer Angestellten weder Lohnsteuerbeiträge abgeführt worden noch hatte sie die notwendigen Sozialabgaben entrichtet. Ihr Verfahren war von dem ihres Partners abgetrennt worden.

Der Mann ist angeklagt, im selben Zeitraum für die Einnahmen und Umsätze des Restaurants keine Steuern gezahlt zu haben.

Den Strafbefehl setzte Richterin Nadine Bernhausen für zwei Jahre zur Bewährung aus. Wenn die bisher nicht vorbestrafte Frau gegen die Bewährungsauflagen, die ihr vom Gericht schriftlich mitgeteilt werden, nicht verstößt, braucht sie die Geldstrafe also nicht zu bezahlen. Bezahlen muss sie allerdings zwei Jahre lang eine Wiedergutmachung in Höhe von monatlich 300 Euro zugunsten der Rentenkasse.

Quelle: HNA

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