Gefährlicher Einsatz: 2012 gehen 500 Soldaten des Jägerregiments nach Mazar-I-Scharif

500 Schwarzenborner Soldaten gehen nach Afghanistan

Gemeinsam im Einsatz: Deutsche treten mit afghanischen Soldaten an – für Schwarzenborner Soldaten wird das im kommenden Jahr Realität. Sie werden in Mazar-I-Scharif für sechs Monate das Ausbildungs- und Schutzbataillon stellen.

Schwarzenborn. Afghanische Soldaten ausbilden und anschließend gemeinsam im Einsatz gegen die Taliban: Den Soldaten des Jägerregiments steht wieder ein besonders gefährlicher Einsatz bevor.

Ab Januar 2012 werden 500 Schwarzenborner Soldaten den größten Teil des insgesamt 700 Mann starken Ausbildungs- und Schutzbataillon in Mazar-I-Scharif stellen. Seit diesem Monat befinden sich die Soldaten des Jägerrregiments in der aktiven Einsatzvorbereitung.

Während sich die Bundeswehr weiter für ihre Reform rüstet, werden sich die Soldaten aus dem Knüll bis zum Jahresende auf Truppenübungsplätzen und Simulationszentren der Bundeswehr auf den gefährlichen sechsmonatigen Einsatz vorbereiten. Höhepunkt wird im November die dreiwöchige Übung Bora im Gefechtsübungszentrum des Heeres in Letzlingen (Sachsen-Anhalt) sein.

Auf einen besonders gefährlichen Afghanistan-Einsatz blickt die Schwarzenborner Truppe bereits zurück: Bis zum vergangenen Frühjahr stellten 450 Soldaten aus Schwarzenborn für ein Jahr die schnelle Eingreiftruppe (QRF) in Mazar-I-Scharif.

In dem Auflösen dieser Truppe und dem Aufstellen der Ausbildungs- und Schutzbataillone spiegele sich die neue Strategie der Bundeswehr, das sogenannte Partnering, wider, erklärt Oberst Gunter Schneider.

Auch der Kommandeur des Jägerregiments geht mit seinen Soldaten nach Afghanistan. Schneider wird, gemeinsam mit 30 Schwarzenborner Offizieren, als Ratgeber die afghanische Armee unterstützen. Sie werden Teil einer ISAF-Einheit sein, die sich Operational Mentor and Liaison Team (OMLT) nennt.

Dabei gehe es, so der Oberst, nicht allein um die Ausbildung, sondern auch um das Training bei laufenden Operationen. Während Schneider Chef des Ratgeberteams in Afghanistan sein wird, übernimmt der stellvertretende Regimentskommandeur Oberstleutnant Thomas Geßner die Leitung des Ausbildungs- und Schutzbataillons in Mazar-I-Scharif.

Auf das Jägerregiment komme nicht nur wegen des gefährlichen Einsatzes eine besondere Herausforderung zu, „auch das Team Heimat muss organisiert werden“, erklärt der Kommandeur. Für den Afghanistan-Einsatz wird neben Soldaten aus der 2. und 3. Kompanie auf alle Offiziere des Jägerrregiments zurückgegriffen.

Circa 1000 Soldaten werden an den Standorten in Schwarzenborn und Hammelburg verbleiben, sagt Schneider. Das Kommando in Schwarzenborn wird während seiner Abwesenheit ein Offizier der Reserve, Oberstleutnant Willi Dechert, übernehmen.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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