Schwarze Zahlen für Stadt

Bürgermeister stellt Sparkurs vor: Gemeinde bildet nicht mehr aus, Steuern steigen

Schwarzenborn. Ein Haushaltsplus von 9300 Euro will die Stadt Schwarzenborn in diesem Jahr erwirtschaften. Dieses Ziel stellte Bürgermeister Jürgen Kaufmann den Stadtverordneten in der jüngsten Sitzung vor.

Das erste Mal seit 2009 verzeichne der Haushaltsplan einen Überschuss, sagte Kaufmann am Donnerstag im Rathaus. 2013 wird die Stadt 1,77 Millionen Euro ausgeben, dem stehen Einnahmen in Höhe von 1,78 Millionen Euro gegenüber. „Wir sind bei Investitionen vorsichtig“, betonte der Rathauschef in seiner Rede. 150.000 Euro wird Schwarzenborn als Kredit aufnehmen, dies ist bereits beschlossen.

Schwarzenborn wird beispielsweise für den Neubau der Buswartehalle in der Unterstadt Geld ausgeben – Die Einnahmen dafür kommen allerdings aus Spenden. Eine große Investition tätigt die Stadt in den Bau der Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach des Bauhofs (135.000 Euro).

13.800 Euro werden für die Ablösung der Kirchenbaulasten ausgegeben. Sanierungsarbeiten sind im Kindergarten (2000 Euro) sowie an der Stadtmauer fällig (2100 Euro). Für 21.100 Euro werden auf dem Friedhofe neue Wege gebaut und eine moderne Beschallungsanlage gekauft. All diese Ausgaben seien unbedingt erforderlich, betonte Kaufmann.

Keine Bugwelle der Schulden

„Lasst uns den weicheren Weg gehen, auch wenn er nicht mehr so bequem ist“, sagte der Bürgermeister zu den Stadtverordneten. Ihm sei es wichtig ist zu sparen, bevor die „große Schuldenbugwelle“ hereinbreche.

So wird die Stadt zukünftig keinen Ausbildungsplatz mehr anbieten. Dadurch werden 17.500 Euro jährlich gespart. Die Bewerberzahlen seien deutlich zurückgegangen, begründete der Bürgermeister diese Entscheidung. In Zusammenarbeit mit Frielendorf seien die bisherigen Azubis angelernt worden.

Weniger Geld will die Stadt zukünftig für teure Geschenke an die Jubilare und für die Baumpflanzaktion für Neugeborene ausgeben. Auch Vereine werden Kürzungen hinnehmen müssen. Fachzeitschriften sollen gekündigt werden und Weihnachtspost kommt zukünftig per Mail.

Auch mehr einnehmen

13.000 Euro sollen bei der Unterhaltung der Straßen und Wege, durch weniger Mäh- und Streuarbeiten, eine bescheidenere Weihnachtsbeleuchtung gespart werden. Hecken schneidet die Stadt zukünftig wieder selbst.

Doch Sparen allein reicht nicht aus: „Schwarzenborn ist ein Steuerparadies“, sagte Kaufmann. So steigen Grund- und Gewerbesteuer in der kleinen Stadt an. Gebühren für Wasser und Abwasser bleiben gleich.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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