TSV Schwarzenberg spielte auf schiefem Sportplatz

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Kaum zu stoppen: Der TSV Schwarzenberg gewinnt 1973 gegen Röhrenfurth 6:2. Das Foto lässt ahnen, wie schief der Sportplatz war.

Schwarzenberg. In Schwarzenberg spielten die Fußballer vor 40 Jahren nicht nur gegen andere Mannschaften, sondern auch gegen und mit dem Berg: Der Sportplatz hatte ein starkes Gefälle. Wie schief das Gelände war, zeigt heute noch ein Grünstreifen am Spielfeldrand.

„Der Platz hatte ein ganz schönes Gefälle“, erinnert sich Otto Siemon. Der 74-Jährige ist ein Urgestein des TSV Schwarzenberg, war Spielertrainer, Spartenleiter und 2. Vorsitzender.

In der mehrbändigen Vereinschronik, die er führt, lässt sich die Geschichte des Sportplatzes nachlesen, um den damals wohl niemand die Schwarzenberger beneidete: Das Gelände oberhalb des heutigen Melsunger Ortsteils war nicht nur schräg und matschig, die Ecken waren noch nicht einmal rechtwinklig. Für die Schwarzenberger war das zeitweise ein Vorteil: „Es gab Zeiten, da haben wir kein Spiel verloren, weil die Jungs den Platz kannten“, sagt Siemon.

Erinnerung an alte Zeiten: Ein Grünstreifen am Rand zeigt das Gefälle des Sportplatzes früher.

Die Geschichte des Sportplatzes reicht zurück ins Jahr 1959: Da kaufte die Gemeinde den ehemaligen Steinbruch auf. Es schien jedoch unmöglich, daraus einen Sportplatz zu machen - so zerrissen und abschüssig war das Gelände. Erst mithilfe einer Pioniereinheit der Bundeswehr gelang es, das Gelände zu ebnen. Fertigstellen konnten die Soldaten den Platz aus Zeitmangel nicht.

Den Erfolg des Schwarzenbergers Fußball bremste dies nicht: 1965 ging erstmals eine Seniorenmannschaft des TSV in der B-Klasse Melsungen an den Start. Der Spielertrainer: Otto Siemon. „Bei schlechtem Wetter mussten wir Rinnen graben, damit das Wasser abfließt“, erinnert er sich.

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Quelle: HNA

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