Betrieb wird zum Jahresende eingestellt

Schwarzenborn: Ende für den Truppenübungsplatz

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Truppenübungsplatz Schwarzenborn (Archivbild von 2006) Zum Jahresende wird der Betrieb eingestellt.

Schwarzenborn. Hessens einzigen Truppenübungsplatz wird es zum Jahresende nicht mehr geben. Mit dem Jahreswechsel soll auf dem Areal auf dem Knüllplateau in Schwarzenborn der Schieß- und Übungsbetrieb in seiner jetzigen Form eingestellt werden.

Das bestätigt der HNA die Streitkräftebasis der Bundeswehr. Über die Folgenutzung sei noch nicht entschieden.

Damit wird das Stationierungskonzept, das Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière 2011 vorgestellt hatte, umgesetzt. Darin ist der Truppenübungsplatz Schwarzenborn mit dem Stempel „Auflösung“ versehen. Mit einer Fläche von 18 Quadratkilometern ist der Truppenübungsplatz das größte Gelände der Bundeswehr in Hessen. Ob mit der möglichen Umwidmung in einen Standortübungsplatz auch eine Verkleinerung der Gesamtfläche einhergeht, ist noch nicht klar. Als Standortübungsplatz würde das Areal nur noch zu Übungszwecken für die in der Knüllkaserne stationierten Truppenteile dienen.

Nicht mehr benötigt wird laut Bundeswehr das Truppenlager, in dem bis zu 600 Soldaten im Biwak oder festen Unterkünften beherbergt werden können. Drei neue Unterkunftsgebäude, in denen bis zu 300 Soldaten Platz finden, könnten künftig vom Jägerregiment mitgenutzt werden. Wegfallen wird die Truppenübungplatzleitung und die Truppenübungplatzfeuerwehr.

Nach Informationen der HNA gibt es Überlegungen, mit benachbarten Verbänden, zum Beispiel aus Fritzlar und Stadtallendorf, durchaus weiterhin Truppenteile von außerhalb in Schwarzenborn üben zu lassen. Auch könnte mit Sonderregelungen der sogenannten „scharfe Schuss“ im Übungsbetrieb beibehalten werden.

Von Sylke Grede

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Quelle: HNA

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