Teile des Jägerbataillons

Einsatz in Afghanistan: Soldaten aus Schwarzenborn werden im Januar verlegt - Riskante Mission

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer besuchte Anfang Dezember Kundus - hier im Norden Afghanistans werden einige der Soldaten aus Schwarzenborn stationiert.
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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer besuchte Anfang Dezember Kundus - hier im Norden Afghanistans werden einige der Soldaten aus Schwarzenborn stationiert.

Kämpfen müssen sie können. Auch wenn das diesmal nicht ihr Auftrag ist: Ab dem 6. Januar werden Teile das Schwarzenbörner Jägerbataillons in den Norden Afghanistans verlegt.

  • Soldaten aus Schwarzenborn werden nach Afghanistan verlegt.
  • Sie werden dort einem internationalen Schutzbataillon angehören.
  • Sechs Monate soll der Auslandseinsatz dauern.

Mit 230 Soldaten werden sie dem internationalen Force Protection Bataillon angehören. Über sechs Monate werden sie die Ausbilder schützen, die die Afghanen beraten und ausbilden.

Einsatz in Afghanistan: Schutzbataillon besteht aus 700 Soldaten aus 16 Nationen

Insgesamt besteht das Schutzbataillon aus 700 Soldaten aus 16 Nationen, erklärt der Kommandeur des Jägerbataillons, Oberstleutnant Wolfgang Schröder. Der 43-Jährige wird in Afghanistan das internationale Bataillon führen. Schröder ist genau wie viele seiner Soldaten des Jägerbataillons sehr einsatzerfahren. 

Er wurde dafür mit dem „Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold für besonders herausragende Leistungen unter Gefahr für Leib und Leben“ ausgezeichnet. Er war wie auch die Schwarzenbörner Soldaten in der Zeit in Afghanistan, die als Zäsur in der Geschichte der Bundeswehr gilt. 

Oberstleutnant Wolfgang Schröder aus Schwarzenborn, wird das internationale Bataillon in Afghanistan kommandieren.

Gemeinsam mit zwei Kollegen hat er über diese Zeit ein Buch mit dem Titel „Feindkontakt: Gefechtsberichte aus Afghanistan herausgegeben, in dem Soldaten die Ereignisse ab dem Karfreitag 2010 beschreiben.

Jägerbataillon in Afghanistan: Auftrag weiterhin gefährlich

Auch wenn es diesmal gilt, die Sicherheit der Berater zu garantieren, warnt Schröder davor, die Situation zu unterschätzen. „Der Auftrag ist nach wie vor gefährlich“, so Schröder.

Das zurückliegende Jahr war geprägt vom Übungsbetrieb für den bevorstehenden Einsatz. Miteingebunden waren in Schwarzenborn auch 120 georgische Soldaten, die die vergangenen sechs Monate in der Knüllkaserne verbrachten. Nach einer kurzen Weihnachtspause werden die Georgier in Afghanistan wieder auf ihre Schwarzenbörner Kollegen stoßen.

Jägerbataillon aus Schwarzenborn - Einsatz an mehreren Standorten

Der Einsatz wird sich an mehreren Standorten in Afghanistans Norden abspielen. Schwerpunkte werden Kunduz und Mazar-e-Sharif sein.

Für die Angehörigen der Soldaten im Einsatz gab es bereits einen Informationstag in der Kulturhalle in Schwarzenborn. 600 Menschen nahmen daran teil. Die Soldaten verabschiedeten sich vor Weihnachten mit einem Appell.

Verlegung ab 6. Januar

230 Soldaten werden ab der zweiten Januarwoche in Wellen nach Afghanistan verlegt werden. Sie stammen überwiegend aus dem Stab sowie aus der 1., 2. und 4. Kompanie des Jägerbataillons. 

Das Kommando in der Knüllkaserne wird während der Abwesenheit von Oberstleutnant Wolfgang Schröder sein Stellvertreter Major Marco Koch übernehmen. Bereits als Jägerregiment war die Schwarzenbörner Truppe mehrfach an Auslandseinsätzen beteiligt gewesen.

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