Retter für die Retter gesucht

Schwarzenborn sucht Investor für neue Rettungswache

Schwarzenborn. Die Rettungswache in Schwarzenborn ist in die Jahre gekommen. Daher strebt das DRK an, möglichst einen Neubau zu beziehen.

Nun sucht die Stadt Schwarzenborn Interessenten, die ein passendes Gebäude errichten und an das DRK weiter verpachten.

Drei Zimmer, Küche, Bad: Das hört sich an wie eine Wohnung mit familiärer Grundausstattung. Gemeint ist aber die Rettungswache in Schwarzenborn. Der Anbau an den Schwarzenborner Bauhof beherbergt in Wechselschichten ein zwei-köpfiges Team des DRK-Rettungsdienstes Schwalm-Eder. Der stete Wechsel zwischenEinsatz und Bereitschaft bestimmt den Alltag in der Rettungswache. Minuten, Stunden, Tage sind das Raster, das die Sanitäter in der maroden Rettungswache ausfüllen müssen. Das Gebäudeensemble in der Oberaualer Straße mit Bauhof und Rettungswache gehört der Stadt. In den 1960er-Jahren wurde der Anbau noch als Büro genutzt. Einfach alles lasse inzwischen zu wünschen übrig, erklärte Bürgermeister Jürgen Kaufmann. Angefangen von der sanitären Einrichtung bis hin zu Ausstattung und Größe der Unterkunftsräume berge der gesamte Komplex erhebliche bauliche Probleme.

Auch die Fertiggarage, in der das Rettungsfahrzeug untergestellt ist, entspreche nicht mehr den geforderten Bestimmungen.

Die Frage, sanieren oder selber neu bauen, beantwortet die Stadt nun mit der Suche nach einem Investor für einen Neubau. Investieren und vermieten lautet nun die Vorgabe.

Verschiedene Standortvarianten sind möglich. Entweder könnte das Gebäude auf der grünen Wiese entstehen, erklärt Kaufmann, oder im Bereich der Innenstadt. Dafür Platz könnte durch eine Abriss Platz geschaffen werden. Die Stadt möchte nun möglichst vielen Interessenten die Möglichkeit bieten, sich an dem Verfahren zu beteiligen. Denn eines stellt Kaufmann klar: „Die Rettungswache ist für Schwarzenborn unverzichtbar, ein Stück Infrastruktur.“

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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