Kampf gegen Hochwasser

700 Soldaten des Jägerregiments in Magdeburg im Einsatz

+

Schwarzenborn. Im Kampf gegen das Hochwasser im Einsatz ist ab dem  Freitag auch das Jägerregiment in Schwarzenborn. Ab Mittag bis Samstag werden alle verfügbaren - bis auf die in Ausbildung befindlichen - Soldaten des Regiments nach Magdeburg verlegt.

Damit greift die Bundeswehr im Zusammenhang mit dem Hochwassereinsatz bereits auf Reserven zurück. Das bestätigte gestern auf Anfrage der HNA Hauptmann Matthias Grunewald. Außer dem Zielort ist noch nichts Näheres über den Einsatz bekannt, erklärte der Sprecher des Jägerregiments. Koordiniert werde der Einsatz vor Ort.

 In Magdeburg kletterte das Elbhochwasser gestern auf einen Rekordstand. Am Freitagmorgen wurde an der Strombrücke erstmals die Marke von sieben Metern überschritten. Beim Hochwasser 2002 war ein Höchststand von 6,72 Metern erreicht worden. Normal sind für die Elbe in Magdeburg knapp zwei Meter.

Scheitel am Sonntag

Mit dem Eintreffen des Hochwasserscheitels, der für Sonntag erwartet wird und 7,20 Meter betragen soll, werden auch die Schwarzenborner Soldaten einsatzbereit sein. Mit 3400 weiteren Soldaten, die in Sachsen-Anhalt im Einsatz sind, werden sie Sandsäcke stapeln, Gebiete evakuieren und mit dem Verteilen von Betten oder auch Kleidung helfen. Gegebenenfalls werden sie aber auch Feldjäger und Polizei dabei unterstützen, Plünderungen zu verhindern, so der Regimentssprecher.

Aktuell gehen die Schwarzenborner Soldaten davon aus, dass sie die kommenden zwei Wochen in Sachsen-Anhalt verbringen werden. Von dieser Dauer des Hochwasser Einsatzes geht man das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr aus. Insgesamt seien in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten 11 350 Soldaten im Einsatz, erklärte eine Sprecherin, weitere 7000 würden als Reserve vorgehalten.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare