Burschenschaft Nausis lädt ein zum Rennen mit einem Vierbeiner alter Rasse

Schwein Elsa ist der Star

Testlauf: André Glänzer treibt auf der Rennstrecke für einen Probelauf Elsa, ein Angler Sattelschwein, vor sich her und kommt dabei ganz schön ins Schwitzen.

Nausis. Rennschwein Rudi Rüssel heißt in Nausis Elsa und ist eines von acht Schweinen, welche von der Burschenschaft Nausis für das große Schweinerennen am 7. Juli anlässlich der Kirmes trainiert werden.

Schweinerennen sind in dem Neukirchener Stadtteil schon fast eine kleine Tradition. Zum mittlerweile fünften Mal kann man dort das Spektakel bewundern, letztmalig im Jahr 2000. Im November vergangenen Jahres startete die Nausiser Burschenschaft um ihren ersten Vorsitzenden André Glänzer das Projekt Schweinerennen 2013 und kauften acht Ferkel. Ganz bewusst wählten sie hierbei eine alte Rasse und nicht die jedem bekannten Hausschweine.

„Wir haben uns gezielt für das Angler Sattelschwein entschieden, da wir die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen dabei unterstützen wollen, das Angler Sattelschwein bekannter zu machen und damit dem Aussterben alter Haustierrassen entgegen zu wirken“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Stefen Glintzer. Da es um lebende Tiere geht, galt es natürlich ein umfangreiches Genehmigungsverfahren einzuhalten.

Vorher Behördengang

„Drei Monate dauerte der Gang durch die Behörden, war aber überraschenderweise doch relativ problemlos“, sagte Stefen Glintzer, während der Vorsitzende André Glänzer gemeinsam mit den anderen Burschen die Schweine mit der charakteristischen Färbung für das Training vorbereitet.

Dass es wirklich art- und tiergerecht zugeht, davon überzeugte sich Hartmut Blum vom Veterinäramt des Schwalm Eder Kreises.

Er kontrollierte die Haltung im Stall, wie auch die Rennstrecke und machte sich einen Eindruck vom Training der Tiere. „Die Tiere sind nicht gestresst und scheinen sich wohlzufühlen“, sagte Blum nach der Kontrolle und stellte damit den jungen Frauen und Männern um ihre Vorsitzenden ein gutes Zeugnis aus.

Seit Mitte Mai werden die Schweine zweimal in der Woche trainiert. Dafür haben die Burschen extra eine Rennstrecke auf dem Festplatz aufgebaut. „Mittlerweile sind wir nach dem Training glaube ich mehr geschafft als die Schweine“, sagte Glintzer schmunzelnd und etwas atemlos nach seiner Trainingsrunde mit einem der flinken Schweine.

• Schweinerennen in Nausis am Festplatz am Sonntagvormittag, 7. Juli.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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