Jugendliche aus Habichtswald entfernten Schmierereien am Spielplatz Kressenborn

Schweißarbeit gegen Graffiti

Arbeitseinsatz in Schutzbekleidung: Jugendliche aus Ehlen und Dörnberg haben Graffitis am Spielplatz Kressenborn beseitigt. Foto: Thon

Dörnberg. Das hässliche Ergebnis von Sprühereien wird zumeist erst dann entdeckt, wenn sich die Sprayer längst aus dem Staub gemacht haben.

Die Gemeinde Habichtswald erstattet Anzeige, die Polizei ermittelt und drei Wochen später wird das Verfahren eingestellt. Die farblich auffälligen Schmierereien jedoch bleiben. Nun aber haben sich Kinder und Jugendliche aus Ehlen und Dörnberg freiwillig daran gemacht, die Schriftzüge und Bilder zu beseitigen.

Ihren ersten Einsatz hatten die Zehn- bis 15-Jährigen am Spielplatz Kressenborn. Mit einem Anti-Graffiti-Spray behandelten sie die Farbanhaftungen, die irgendwann im April hinterlassen worden waren. In Schutzanzügen, mit Masken und Vollschutzbrillen machte sich die jungen Habichtswalder an die Arbeit.

Früher hatten sie selbst an den Geräten am Kressenborn gespielt, heute kommen sie zum Basketballplatz, um ein paar Körbe zu werfen. Bei ihrer Arbeit bekamen sie einen Eindruck davon, wie aufwändig es ist, die Graffiti zu entfernen. Besonders auf Putz seien die Farben sehr hartnäckig. Bauhofleiter Alexander Großmann kündigte an, das Gebäude auf dem Festplatz neu streichen zu müssen.

Nächste Aktion am Erlegrill

Gemeinsam mit Jugendarbeiter Jörg Jendritza planten die Jugendlichen ihren Einsatz. Wenn sie am Spielplatz in Dörnberg fertig sind, wollen sie sich bei einer weiteren Aktion des Erlegrills in Ehlen annehmen. Auch dort haben Unbekannte Graffiti am Gebäude hinterlassen. Allerdings dürfte es dort schwieriger werden, die Schmierereien zu entfernen, sagt Großmann. Ohne Schleifpapier gehe da nichts.

Bauhofchef und Jugendarbeiter jedenfalls sind dankbar für das Engagement der jungen Leute. Hätten die Mitarbeiter des Bauhofes die Graffitis beseitigt, hätten sie sicherlich zwei bis drei Tage zu tun gehabt – zusammen mit den Materialkosten hätte die Gemeinde dafür eine größere vierstellige Summe bereitstellen müssen, schätzt Alexander Großmann. Hinzu komme, dass seine Leute in der jetzigen Jahreszeit mit allerhand anderen Aufgaben befasst seien und somit auch kaum Zeit hätten. (ant)

Quelle: HNA

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