Schwerlastverkehr in Malsfeld beschäftigte drei Ortsbeiräte

+
Nadelöhr am Strauchgraben: Der Tunnel könnte verschwinden und der Bereich für den Schwerlastverkehr passierbar gemacht werden – doch damit wären aus Sicht des Ortsbeirates Malsfeld noch lange nicht alle Probleme gelöst.

Malsfeld. Der Schwerlastverkehr in Malsfeld bleibt vorerst ein ungelöstes Problem. Das zumindest lässt sich aus dem Ergebnis einer gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte Beiseförth, Malsfeld und Dagobertshausen schließen, die aus Sicht von Ortsvorsteherin Erdmute Schirmer einmal mehr deutlich gemacht hat: „Keiner hat den Königsweg.“

Indes: Der Ortsbeirat Dagobertshausen hält an seiner Forderung fest, nach dem Bau einer Querungsmöglichkeit für Lkw am Malsfelder Strauchgraben in Dagobertshausen ein Durchfahrtverbot für Lkw über 3,5 Tonnen zu verhängen. „Die Abstimmung ist erledigt“, erklärte Ortsvorsteher Winfried Hucke am Freitag. In der Sache habe die Sitzung am Donnerstagabend keine neuen Fakten gebracht.

In Beiseförth und Malsfeld sieht man das anders. „Jeder hat erstmal seine Ortsbrille auf“, erklärte Schirmer zur Situation. Die gemeinsame Sitzung der drei Ortsbeiräte habe einen Perspektivenwechsel ermöglicht und das Problem so von verschiedenen Seiten beleuchtet, wobei letztlich niemand den Schwerlastverkehr im Dorf wolle, was verständlich sei.

Aus Malsfelder Sicht gibt es derzeit keine saubere Lösung, erklärte Schirmer. Selbst wenn die Gemeinde das Nadelöhr am Strauchgraben beseitige – dort steht ein Tunnel mit einer Höhenbegrenzung von 3,90 Meter – habe man immer noch das Problem ortsunkundiger Lkw-Fahrer. Die ließen sich von Navigationsgeräten den kürzesten Weg anzeigen und steuerten so auf dem Weg zu den größeren Malsfelder Unternehmen in Ecken ohne Wendemöglichkeit zu. Am Rathaus seien dabei mitunter Wendemanöver zu sehen, die spektakulären Ereignissen gleichkämen. Hintergrund: Dort gibt es am Ortsausgang in Richtung Industriegebiet Pfieffewiesen einen weiteren Viadukt mit einer Höhenbeschränkung von 3,10 Meter. Damit erweist sich die dortige Lindenstraße für größere Lkw als Sackgasse.

„Beiseförth ist immer der Gelackmeierte“, erklärte der dortige Ortsvorsteher Ulrich Jähn am Freitag. Selbst wenn Dagobertshausen für den Lkw-Verkehr gesperrt und eine Querung der Bahntrasse am Strauchgraben für Lkw möglich werde, müsse Beiseförth trotzdem noch mit dem überregionalen Pkw-Verkehr leben, der sich seinen Weg durch die Brunnenstraße in Richtung Autobahnzubringer bahne. Deshalb müssten Beiseförth, Malsfeld und Dagobertshausen beim Ringen um eine optimale Lösung miteinander reden. In der Sache sieht Jähn dabei alle auf einem guten Weg. (lgr)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare