Restauriertes Harmonium der Diakonisse steht jetzt im Stadtarchiv

Schwester Frieda und die Musik

In jahrelanger Arbeit gerettet: Friedhold Fischer am Harmonium von Schwester Frieda Kerl mit dem Choralbuch von 1924. Foto:  nh

Felsberg. Einst sollte es verbrannt werden – das Harmonium der früheren und allseits beliebten Felsberger Gemeindeschwester Frieda Kerl. Jetzt steht das Instrument sorgfältig restauriert in den Gensunger Räumen des Archivs der Drei-Burgen-Stadt.

An die segensreiche Arbeit der Diakonissenschwester erinnert heute das Schwester-Frieda-Kerl-Haus neben dem Alten Hospital in Felsberg. An der früheren Wirkungsstätte von Frieda Kerl an der Lohrer Straße war das Harmonium zurück geblieben. Schäden am Gebäude hatten vor Jahrzehnten auch das Instrument stark in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb sollte es vor 50 Jahren eigentlich von der Felsberger Feuerwehr verbrannt werden.

So erzählt es der Felsberger Friedhold Fischer. Er selbst hat das Harmonium damals vor der Vernichtung bewahrt und mit zu sich nach Hause genommen. In jahrelanger, mühsamer Kleinarbeit hat er es wieder instand gesetzt. Den Tonstock hat Fischer von einem Fachmann stimmen lassen.

Nachdem das Harmonium seit Jahrzehnten nicht mehr gespielt wurde, ist es jetzt nach seiner Instandsetzung in das Eigentum der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg zurückgegeben worden.

Seinen Platz hat es im Archiv der Stadt Felsberg in Gensungen gefunden. Dort kann es von allen Interessierten angesehen werden. Ebenfalls steht dort ein Choralbuch von 1924 aus dem Besitz von Schwester Frieda Kerl. (asz)

Archiv der Stadt Felsberg in Gensungen, Poststraße 6, geöffnet jeden Montag in der Zeit von 17 bis 19 Uhr sowie vormittags nach Vereinbarung

Quelle: HNA

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