Suche nach Aufsichtspersonal oft schwierig

Schwimmbad in Willingshausen-Wasenberg bleibt dicht

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Sorgen für Sicherheit im Homberger Freibad: Judith Stark , Guido Kirsch und Bademeister Marc Nohl vom Team des Homberger Freibades.

Schwalm-Eder. Das Freibad in Willingshausen-Wasenberg bleibt vorerst geschlossen. "Im Moment haben wir das Problem, dass sich niemand für die Aufsicht findet", erklärt Bürgermeister Heinrich Vesper. Ein ausgebildeter Schwimmmeister werde dafür allerdings nicht benötigt, weil das Becken nicht länger als 25 Meter sei.

Personen mit Bescheinigung der DLRG könnten die Aufsicht stattdessen übernehmen. Die Technik würden Mitarbeiter des Bauhofs überprüfen.

Die Gemeinde steht mit ihrem Problem nicht alleine da. Auch das Waldschwimmbad in Kassel-Calden hat zum Beginn der Saison bis auf Weiteres geschlossen, weil niemand für die Nachfolge des bisherigen Schwimmmeisters bereit steht.

Dass die Suche nach ausgebildeten Fachkräften schwierig sein kann, bestätigt Bürgermeister Klaus Wagner aus Oberaula: "Es ist grundsätzlich nicht so einfach. Das war bei uns ein glücklicher Zufall." Der Fachangestellte wurde dort erst im vergangenen Jahr für die Arbeit gewonnen. Weitere Rettungsschwimmer, die ihn unterstützen, könne dieser einfach selbst ausbilden.

Nach Angaben anderer Gemeinden gestaltet sich die Lage wenig problematisch. So sei das Personal für den Betrieb des Freibads in Holzhausen/Hahn auf lange Sicht verfügbar. "Wir haben keine Probleme", versichert Günter Höhmann, Erster Beigeordneter der Gemeinde Edermünde. Man beschäftige bereits seit vielen Jahren zwei Schwimmmeister, die keine Gedanken an eine Abwanderung geäußert hätten. Wenn sie für die Aufsicht eine Vertretung benötigten, helfe die DLRG aus. In den Monaten nach der Badesaison könnten die beiden im Bauhof weiter beschäftigt werden.

Auch in Knüllwald ist der Betrieb der Freibäder eng mit dem Bauhof der Gemeinde verbunden. "In der Regel werden die Kollegen beim Bauhof gefragt. Die müssen dann die entsprechenden Scheine machen", sagt Bürgermeister Jörg Müller über die Suche nach Personal.

Für die Beschäftigung eines Schwimmmeisters ergibt sich in Spangenberg ein Vorteil durch den ganzjährigen Badebetrieb: "Bei uns besteht kein Problem, weil wir im Winter noch das Hallenbad haben," erklärt Jörg Schanze von der Gemeinde Spangenberg.

In Homberg sind zwei Fachkräfte und ein weiterer Angestellter für den Betrieb des Freibads zuständig. "Es war nicht schwierig, zwei geeignete Personen zu finden", versichert der Pressesprecher der Stadt, Uwe Dittmer. Die beiden kämen aus der Verwaltung. Man habe sie schnell gefunden und auch selbst ausgebildet.

Von Till Bayer

Quelle: HNA

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