Reporter erlebte Chattengau und Fuldatal aus neuem Blickwinkel

HNA-Radtour: Schwitzen wie Harry

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Kleiner Stau am Dennhäuser Berg: Die einzige nennenswerte Steigung bei der Radtour von HNA und ADFC am Mittwochabend ließ die Gruppe der Radler wieder enger zusammenkommen. Probleme hatte während der Tour keiner.

Gudensberg. So schnell kommt man zu einem wieder funktionstüchtigen Fahrrad und einem neuen Helm: HNA-Mitarbeiter Peter Büchling hatte zwar schnell zugesagt, dass er die Abend-Radtour von HNA und ADFC mitfahren würde – kontrollierte aber erst dann seine Ausrüstung.

Das Ergebnis: Das Fahrrad war seit zehn Jahren nicht mehr benutzt, aus Radlerhose mit Einsatz und Radlertrikot war er herausgewachsen, der Fahrradhelm passte nicht mehr. Aber dank Kumpel Helmut Henning war das Rad schnell wieder funktionstüchtig, die passende Fahrradbekleidung mit Hilfe von Ehefrau gefunden und ein neuer Fahrradhelm gekauft, der auch für Kopfgröße 60 und mehr nicht kneift.

Fröhliche Runde: Ullrich Horstmann (rechts) führte die Radtour an.

Gut 30 Männer und Frauen trafen er schließlich gegen 18 Uhr zum Start am Gudensberger Rathaus. ADFC-Mitglied und Radexperte Ullrich Horstmann hatte die Tour vorbereitet und führte die Truppe dann auch an. Als „Besenwagen“ am Ende fungierte sein Radfahrkollege Dr. Johannes Heyn aus Malsfeld.

„Radtour ins Fuldatal nach Dennhausen und Dörnhagen, zurück über Guxhagen und Haldorf, 34 km, mittelschwer, 160 Höhenmeter“: So liest sich die Beschreibung der Tour im Flyer des Fahrradclubs.

Immerhin: Die erste Teilstrecke von Gudensberg nach Dissen, Haldorf und Grifte fährt sich fast von selbst, immer Richtung Fuldatal auf dem Bahnradweg. Erste Pause in Grifte, von dort an der Fulda entlang nach Guntershausen Richtung Dennhausen. Bilderbuchwetter und wunderbare Landschaft, zahlreiche Schwäne auf der Fulda – die Radtour wird zum Sightseeing in Nordhessen.

Für etwa ein Dutzend Radler ist die Anstrengung geringer als üblich, denn sie nutzen schon E-Räder mit Zusatzantrieb. Der Rest muss wie immer trampeln.

„Ich darf nicht schwächeln“, sagt sich der HNA-Reporter, vom Ehrgeiz gepackt. Aber der Vorsatz hält nur bis nach Dennhausen. Am Berg hoch nach Dörnhagen muss er aus dem Sattel und schieben. Aber Johannes Heyn leistet moralische Unterstützung, „schwitzend wie Harry“ kommt Peter Büchling oben in Dörnhagen an und kann den angekündigten ChattengauPanoramablick genießen.

Besenwagen: Johannes Heyn vom ADFC fuhr als Letzter.

Über die Ampel bei der Autobahnauffahrt in Guxhagen fahren wir den Fahrradweg bis nach Grifte. Beim Pausenstopp erklärt Uli Horstmann den Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes, ehe es zurück nach Gudensberg geht. Das E-Bike fährt im Unterschied zum Pedelec auch dann, wenn der Fahrer nicht in die Pedale tritt.

Ab Dissen vertraute Umgebung, rechts Scharfenstein und Odenberg, links Lotterberg und Lamsberg, die zum Teil abgeernteten Felder bekommen die letzten Sonnenstrahlen ab. „Wir wohnen schon in einer herrlichen Umgebung“, denkt der Reporter. Im Stadtpark Gudensberg das Fazit: Eine gut organisierte Tour, die Veranstalter haben sich auf die Leistungsstärke aller Teilnehmer eingestellt.

Unsere Benotung: sehr empfehlenswert. (zpb)

Quelle: HNA

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