CDU spricht von Konzeptänderung, Bürgermeister Raue: keine Abweichung

Sechs Masten für schnelleres Internet in Dörnberg

Gehen bald ans Netz: Masten - wie hier am Kuhnen in Dörnberg - mit Sende- und Empfangseinheit. Foto:  Welch

Habichtswald. Viele Bewohner des Altkreises Wolfhagen warten sehnsüchtig auf eine schnelle Internetverbindung. Derweil sorgen sich einige Dörnberger, weil in ihrem Ort sechs Funkmasten für den Internetausbau errichtet werden und sie zusätzliche Strahlenbelastung befürchten.

Klaus-Peter von Friedeburg, Geschäftsführer der Kasseler Firma ACO, die für den schnellen Internetzugang sorgt, sagt gegenüber der HNA: „Das ist die verträglichste Technik, die es gibt.“ Der Richtfunk sei in „keinster Weise mit Mobilfunk zu vergleichen“, so der Geschäftsführer: „Diese Strahlen können nicht durchdringen, keine Scheibe, kein Blatt.“ Da gebe es zu „hundert Prozent keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen“.

Der Habichtswalder CDU-Fraktionsvorsitzende Manuel Pinno spricht von einer Konzeptänderung beim Aufbau des schnellen Internets, da bislang nur von einem Richtfunkmasten am Ortseingang von Dörnberg die Rede gewesen sei. Über die jetzige Entwicklung hätte Bürgermeister Thomas Raue (SPD) informieren müssen.

Der Verwaltungschef verweist darauf, dass an alle Haushalte in unmittelbarer Nähe der Maststellplätze „Sammelmappen“ verteilt worden seien. „Wir sind weder vom Konzept abgewichen, noch haben wir versäumt zu informieren“, so Raue. Bei einer Bürgerversammlung und einer interfraktionellen Runde seien Informationen zur technischen Umsetzung des Projektes erteilt worden. Auch sei erörtert worden, dass die wahrscheinlichste Lösung diejenige mit mehreren Masten im Ort sei. „Wir bewegen uns auf der Grundlage, was wir beschlossen haben“, sagt Raue und ergänzt: „Ich habe kein Verständnis, dass aus der Politik heraus so getan wird, als würden wir jetzt einen völlig neuen Weg gehen.“

ACO-Geschäftsführer von Friedeburg erklärt, es müssten sechs Masten im Ort sein, weil es sechs so genannte Verzweiger gebe. „Für die Telekom besteht hier keine Verpflichtung, einen neuen Schaltverteiler zu errichten“, sagt von Friedeburg. Nur in diesem Falle, mit einem neuen Verteiler, wäre man mit einem einzigen Masten ausgekommen.

Im Herbst dieses Jahres soll übrigens das schnelle Internet für Habichtswald ans Netz gehen, heißt es bei ACO. Die Gesamtkosten liegen bei 63 000 Euro, die Gemeinde Habichtswald muss rund 25 000 Euro selbst beisteuern. Der Ortsteil Ehlen ist übrigens schon versorgt mit einer schnellen Leitung fürs Internet.

Quelle: HNA

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