Ergebnis aber schwächer als vor sechs Jahren

Sechs Rosen für den Sieger Gerhold (SPD)

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Familienfoto mit strahlendem Wahlsieger: Mario Gerhold mit seiner Ehefrau Carmen und seinen Töchtern Celine (rechts, 13) und Lina (7).

Körle. So sehen entspannte Wahlsieger aus: Mario Gerhold genoss am Sonntagabend den Rummel um seine Person, strahlte in seiner jungenhaften Art und freute sich über die Glückwünsche seiner Familie und der Gratulanten aus den politischen Lagern.

Von Ehefrau Carmen gab es einen dicken Kuss und sechs weiße Rosen – für jedes hoffentlich erfolgreiche Amtsjahr eine, wie sie sagte. Der 41-Jährige hat die meisten Körler offenbar mit seiner Amtsführung als Bürgermeister überzeugt.

Die CDU hatte keinen Gegenkandidaten ins Rennen geschickt, und auch sonst gab es keinen Herausforderer für die Direktwahl des Verwaltungschefs. 81,4 Prozent der Wähler stimmten für den Sozialdemokraten. Das ist deutlich weniger als vor sechs Jahren (91 Prozent), aber der alte und neue Bürgermeister sah darin kein Manko. „Es gab einige kontroverse Themen, die das Ergebnis beeinflusst haben könnten“, sagte er gegenüber der HNA. Etwa die Ansiedlung eines Einkaufsmarktes am Ortsrand.

Gerhold: „Auch die Diskussion um den Rückkauf der Stromnetze von Eon Mitte ist vielleicht nicht für jeden plausibel.“ Er freue sich aber gleichwohl über ein Ergebnis von über 80 Prozent. „Das ist auch eine Bestätigung für alle Mitarbeiter der Gemeinde“, sagte der Bürgermeister. Die konstruktive Zusammenarbeit im Parlament sei viel wert. Gerhold: „Das ist die Basis, um vernünftige Ergebnisse für die Gemeinde erzielen zu können.“ Lob gab es am Wahlabend von allen Seiten: „Mario Gerhold hat Körle weit nach vorne gebracht“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker.

Gerhold habe viele gute Ideen, er wünsche ihm, dass er sie alle verwirklichen könne. „Er ist ein Glücksfall für Körle“, sagte Günther Döring, der Erste Beigeordnete der Gemeinde. Michael Ötzel, Fraktionsvorsitzender der Körler SPD, und sein CDU-Kollege Michael Greiner schlossen sich den Glückwünschen an. „Respekt für dieses Ergebnis“, meinte Greiner. Mario Gerhold sei auch ein Hoffnungsträger für die SPD, erklärte Hans Griese, der Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks. Und Fritz Ochs, der Vorgänger Gerholds, drückte seinen einstigen Azubi erst einmal herzlich an seine Brust.

Ergebnisse Körle Nord: Ja: 79,5 Prozent, Nein: 20,5 Prozent, Wahlbeteiligung 43,8 Prozent.

Empfershausen: Ja: 72,6 Prozent, Nein: 27,4 Prozent, Wahlbeteiligung 46 Prozent.

Körle Süd, Lobenhausen: Ja: 83,1 Prozent, Nein: 16,9 Prozent, Wahlbeteiligung 36,9 Prozent.

Wagenfurth: Ja: 68,2 Prozent, Nein: 31,8 Prozent, Wahlbeteiligung 39,3 Prozent. Briefwahl: Ja: 89,3 Prozent, Nein: 10,7 Prozent.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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