Brauch in Naumburg – inzwischen für Kinder aller Konfessionen offen

Segnung der Unschuldigen

Lasset die Kindlein zu mir kommen: Am Gedenktag der Unschuldigen Kinder fand durch Pfarrer Johannes Kowal in der Naumburger Weingartenkapelle wieder die Segnung der Kinder statt. Foto: zih

Naumburg. 30 Kinder waren mit ihren Eltern, Großeltern oder älteren Geschwistern am Mittwochnachmittag zur Naumburger Weingartenkapelle gekommen, um sich dort von Stadtpfarrer Johannes Kowal segnen zu lassen.

Seit fast 20 Jahren gibt es in der katholischen Kirchengemeinde Sankt Crescentius immer zwei Tage nach den Weihnachtsfeiertagen am Gedenktag der Unschuldigen Kinder (28. Dezember) diesen im Wolfhager Land einzigartigen Brauch der Kindersegnung. Durften anfangs nur die Mädchen und Jungen aus der eigenen Kirchengemeinde daran teilhaben, ist die Segnung inzwischen im Geist der Ökumene offen für jedes Kind aus der Stadt und den Nachbarorten.

Zwei christliche Ereignisse stellte Pfarrer Kowal in den Mittelpunkt seiner ganz auf die Kinder zugeschnittenen Andacht. Einmal, wie es im Markusevangelium überliefert ist, Jesus Worte „Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht, denn so wie diese ist das Königreich Gottes.“ Zum anderen las er den Mädchen und Jungen, die sich vor der am Altar aufgebauten Weihnachtskrippe versammelt hatten, die Geschichte von der Geburt des Gottessohnes im Stall von Bethlehem vor. Die einzelnen Szenen erklärte er ihnen mit Bildern.

Spiritueller Höhepunkt war natürlich die Segnung jedes einzelnen Kindes durch Handauflegung. Musikalisch mitgestaltet wurde die Kindersegnung von Matthias Raschendorfer an der Orgel und seinem Sohn Jonas als Hornbläser.

Süßes und Punsch

Nach der Andacht – auch das hat in Naumburg Tradition – gab es auf dem Gelände der Weingartenkapelle neben Süßigkeiten und Plätzchen alkoholfreien Punsch, der in einem Kessel über einem offenem Feuer erwärmt wurde. (zih)

HINTERGRUND

Quelle: HNA

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