Sehnsucht nach heiler Welt: Roland Siebert schrieb neuen Gedichtband

Dorheim. Heimat soll Geborgenheit und Orientierung bieten. Das ist der Ansatz des Dorheimer Mundartdichters und Autors Roland Siebert. Er hat ein Buch veröffentlicht, das den Titel „Vom Waldessaum blick’ ich ins Land“ trägt.

Es ist bereits der dritte Band, der den Untertitel „Lyrische Einblicke in die kleine Welt der Nordhessen“ trägt. Sieberts Anliegen ist es, die Geschichten seiner Heimat in heimischer Sprache zu erzählen und sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Diese Geschichten erzählt der pensionierte Lehrer in Gedichtform.

Sie sei eingängiger als die Erzählform, sagt der Dorheimer, der bei seinen Lesungen schon oft die Erfahrung gemacht hat, dass Reim und Rhythmus die Menschen mitnehmen. „Den stärksten Eindruck beim Zuhörer aber hinterlassen Mundarttexte.“ Die machen seiner Erfahrung nach nicht nur beim Hören Spaß, sondern förderten die Verbundenheit mit der Heimat und förderten die Gemeinschaft. So erzählt Siebert in Mundart – mit hochdeutschen Untertiteln – Geschichten aus Niederhessen, in denen sich nicht nur die wiederfinden sollen, die tragende Rollen in ihnen spielen.

Nostalgischer Blick Siebert wirft oft einen nostalgischen Blick zurück in frühere Jahrzehnte und schwelgt in der so genannten guten alten Zeit. Aber vielleicht liegt ja genau da der Knackpunkt für den Erfolg des Dorheimer Dichters: Er gibt der Sehnsucht der Menschen nach der heilen Welt Nahrung. (bra)

Roland Siebert, „Vom Waldessaum blick’ ich ins Land“, 112 Seiten, 9,80 Euro

Quelle: HNA

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