Seit 450 Jahren Arzneimittelversorgung

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Das Team der Stadt-Apotheke am Marktplatz: Sonia Adam (von links), Dr.Bernd Adam, Alexandra Wolff-Daedelow, Melanie Lau, Andrea Wulff, Katharina Wlodarczak beraten gern.

Treysa. Ob Schmerzen, Husten, Schnupfen, Heiserkeit in der Apotheke gibt es, für kleine und große Wehwehchen, Hilfe zu jeder Zeit –und das nicht erst seitdem die heutige Pharmazie für alle Erkrankungen ein entsprechendes Mittel bereithält.

Die Anfertigung von Arzneimittelen gehört nach wie vor zu den klassischen Aufgaben der Apotheke. Daneben ist die Beschaffung und Abgabe von Fertigarzneimitteln ein Schwerpunkt, mit aufwendiger Logistik. „Wenn wir ein Mittel mal nicht vorrätig haben, können wir aber umgehend dafür sorgen, dass es schnell geliefert wird – für unsere Kunden direkt an die Haustür“, erklärt Dr. Bernd Adam. Der Besitzer der Stadt-Apotheke Treysa legt großen Wert auf schnelle Hilfe und die Zufriedenheit seiner Kunden und das nicht nur aus Tradition.

Apotheker seit dem Jahr 1578 in der Region

Die Anfänge der Stadtapotheke datieren auf das Jahr 1578. Aus dieser Zeit stammt die erste Aufzeichnung über einen Apotheker in der Region. Sein Name war Georg von Sankt Georgen. Der ihm nachfolgende Apotheker, Johannes Wahl betrieb seine Apotheke in der Steingasse. Es gab einige Standortwechsel, bis im Jahr 1827 der Apotheker Johann Heinrich Friedrich Wigand das Apothekengebäude auf dem Marktplatz erbaute. Das Grundstück war seit dem 30-jährigen Krieg unbebaut. Das Gebäude errichtete er genau über zwei vorhandenen Kellergewölben. Bis heute wird in diesem Gebäude die Stadtapotheke betrieben. In vorausschauender Planung ist die Grundaufteilung und Funktion der Räume immer noch für eine moderne Apotheke geeignet. Dennoch wurde, um den steigenden Ansprüchen des Apothekenbetriebes gerecht zu bleiben, in den vergangen 180 Jahren mehrmals renoviert und erneuert.

Zeitnahe Versorgung

Die Aufgabe der Apotheke war bereits damals die flächendeckende zeitnahe Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln. Zur Gewährleistung wurden den Apotheken immer zahlreiche Auflagen wie beispielsweise eine Notdienstbereitschaft gemacht. So gaben schon die Landgrafen Realprivilegien zum Betrieb einer Apotheke aus, an die solche Verpflichtungen gebunden waren. Die Stadtapotheke erhielt bereits im Jahr 1678 das alleinige Privileg des Landgrafen Karl zu Hessen. Vom Regierungspräsidium ging im Jahr 1947 der Erlass an die Familie Hilgenberg eine Zweigapotheke in Schrecksbach zu eröffnen. Eine Zweigapotheke wurde von Erich und Kurt Hilgenberg in Gilserberg gründet. Nachdem in den Fünfzigerjahren der Betrieb von Zweigapotheken nicht mehr möglich war, konzentrierte man sich auf den Standort am Marktplatz. Die Apotheke wurde im Jahr 1965 von Dr. Manfred Adam und seiner Frau Renate übernommen und im Jahr 1999 an deren Sohn, den heutigen Inhaber Dr. Bernd Adam weitergegeben.

Beratung und neue Filialen

Mittlerweile sind in den drei Apotheken 34 Mitarbeiter beschäftigt. Neben den klassischen, pharmazeutischen Berufen bietet der Betrieb auch Beschäftigung für kaufmännisches Personal, Kranken- und Altenpfleger, sowie weitere Berufsgruppen bis hin zum Handwerker zur Pflege der Niederlassungen.

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Während in der Vergangenheit Arzneimittel meist vor Ort hergestellt wurden, so begann schon im 20. Jahrhundert die zentrale Herstellung sogenannter Fertigarzneimittel, die auch über Apotheken vertrieben wurden. Qualitätssicherung und Beratung wurden für den Apotheker nun vordergründig.

Nachdem zu Beginn des Jahres 2004 die Gründung von Filialen für Apothekenbetriebe wieder ermöglicht wurde, eröffnete Dr. Bernd Adam die Stern-Apotheke im Gesundheitszentrum in der Schimmelpfenngstraße in Treysa und erwarb zwei Jahre später die Schloss-Apotheke in Ziegenhain. Die Schloss-Apotheke wird Anfang des kommenden Jahres in neue Räumlichkeiten in der Hessenallee umziehen.

Käppies auf rezeptfreie Medikamente

Auch das Portfolio der angebotenen Waren und Dienstleistungen verändert sich stetig. So gehören zum Angebot einer modernen Apotheke medizinische Hilfsmittel wie Kompressionsstrümpfe oder hochwertige Kosmetik, aber auch besondere Nahrungsergänzungsmittel. Persönliche Beratung und Hilfe bei der Auswahl des passenden Arzneimittels für die Selbstmedikation gehören zu den besonderen Anforderungen an den Apotheker.

Treue-Aktion

Als Treuebonus für seine Kundschaft verspricht Apotheker Dr. Bernd Adam im Zeitraum von 6. bis zum 20. November fünffach Käppies auf die Rotkäppchencard, beim Kauf aller nicht verschreibungspflichtigen Medikamente. (yko)

Quelle: HNA

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