Für die Stummen da sein

Seit 20 Jahren bietet das Diakonische Werk im Landkreis Flüchtlingsarbeit an

Schwalm-Eder. Jeden Tag riskieren Flüchtlinge und Migranten ihr Leben – auf der Suche nach Sicherheit oder einem besseren Leben. Derzeit befinden sich weltweit fast 45,2 Millionen Menschen auf der Flucht, so eine Schätzung der Uno-Flüchtlingshilfe. Einige von ihnen sind auch im Schwalm-Eder-Kreis gelandet.

Seit 20 Jahren gibt es im Landkreis bereits die Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes. „Das Thema ist brandaktuell“, sagt die Geschäftsführerin, Margret Artzt, im HNA-Gespräch. „Die Aufnahme von Fremden ist grundlegend und wir wollen für alle, die keine Stimme haben – auch keine Wählerstimme – eine Lobby sein“, so Artzt. „Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind“, so stehe es in der Bibel und danach handele Kirche und Diakonie.

„Es ist unsere Aufgabe denen zu helfen, die außen vor sind.“ Kampf gegen Widerstände Doch sei diese Arbeit keine leichte, denn es gelte gegen viele Widerstände und Sachzwänge zu kämpfen. „Oft ist es kein Kampf für etwas, sondern einer gegen etwas“, sagt Artzt. „Wir machen uns – auch in der Politik – schon mal unbeliebt“, fügt sie an.

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Termin

Seit 20 Jahren gibt es die Flüchtlingsberatung der Diakonie im Schwalm-Eder-Kreis, das wird am Donnerstag, 12. September, mit einem Festakt in der evangelischen Stadtkirche in Homberg begangen. „Zwischenbericht“ heißt das Thema des Abends. „Wir haben es bewusst so genannt, weil es genau das ist. Es gibt noch immer viel zu tun“, sagt Flüchtlingsberaterin Silvia Scheffer.

Menschen, die im Schwalm-Eder-Kreis eine Heimat auf Zeit oder auf Dauer gefunden haben, können an diesem Abend ihre Fragen an Bischof Prof. Dr. Martin Hein und den Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, Frank-Martin Neupärtl richten, heißt es in der Ankündigung. Anschließend gibt es einen geselligen Teil mit Musik und kleinen Speisen.

Interessierte Menschen aus der Region sind eingeladen zum Mitfeiern und zum Gespräch. Um 19 Uhr wird Dekan Christian Wachter (Vorsitzender des Diakonischen Werkes im Schwalm-Eder-Kreis) die Gäste begrüßen, es folgt eine Predigt von Bischof Hein.

19.45 Uhr: Gespräche mit Asylsuchenden und Bischof Hein und Landrat Frank-Martin Neupärtl, Moderation der Diskussion: Dierk Glitzenhirn. 20.30 Uhr, Einladung zu Fest und Geselligkeit. (may)

Quelle: HNA

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