In der Kirche verliebt: Ehepaar Zapf feiert Diamantene Hochzeit

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Seit 60 Jahren ein Liebespaar: Auguste und Heinz Zapf feiern am Donnerstag ihre Diamantene Hochzeit.

Wolfhagen. Vor dem Altar werden von Zeit zu Zeit Ehen geschlossen. Seltener allerdings passiert es, dass sich zwei Menschen in der Kirche verlieben. Heinz und Auguste Zapf, geborene Bernschneider, haben genau dies vor mehr als 60 Jahren erlebt.

Am Donnerstag feiert das Paar in der Wolfhager Dellbrückenstraße mit der Familie seine Diamantene Hochzeit.

In der katholischen Dorfkirche im oberfränkischen Fischbach habe alles angefangen, sagt Auguste Zapf. „Dort heiratete eine meiner Cousinen den Onkel von Heinz. Als Heinz in die Kirche kam, wusste ich: Das ist er, den hat der liebe Gott für mich bestimmt.“ Und tatsächlich kamen sich beide während der Hochzeitsfeier näher. Heute wissen Heinz und Auguste Zapf: Es war der Beginn einer großen Liebe, die bis heute ungebrochen Bestand hat.

Keine Zustimmung

Mit ihrer Hochzeit mussten sie aber noch etwas warten, obwohl das junge Glück mit der Geburt der ersten von zwei gemeinsamen Töchtern bereichert wurde. Denn ohne die elterliche Genehmigung konnte man damals erst mit dem Erreichen des 21. Lebensjahres heiraten. Heinz: „Diese Zustimmung hatte mir mein Vater nicht erteilt.“ Drei Wochen nach seinem 21. Geburtstag führte er seine Auguste in der evangelischen Kirche in Fischbach vor den Traualtar.

Heinz Zapf wuchs im oberfränkischen Rothenkirchen in der Nähe von Kronach auf und erlernte den Beruf des Kraftfahrzeugmechanikers. Seine Ehefrau stammt aus dem benachbarten Friedrichsburg.

Doch wie kamen beide nach Wolfhagen? Heinz Zapf: „Durch verwandtschaftliche Beziehungen wurde mir eine Stelle im Wolfhager Autohaus Güde angeboten. Da habe ich sofort zugegriffen und wir sind 1963 nach Wolfhagen gezogen.“

In der Schützengilde

Später wechselte Heinz Zapf zur Ziegelei Böttcher, ehe er im Jahr 1975 zunächst als Rettungssanitäter und schließlich als Rettungsassistent 20 Jahre lang Fahrer beim DRK-Kreisverband Wolfhagen wurde. Zudem engagierte sich Heinz Zapf in seiner neuen Heimat ehrenamtlich: Als leidenschaftlicher Motorflugzeugpilot in der Luftsportvereinigung, im Musikzug, der Schützengilde und kommunalpolitisch als Stadtverordneter.

Eine Attraktion ist aber besonders untrennbar mit seinem Namen verbunden: der Wohnmobilstellplatz in den Bruchwiesen. Ohne Heinz Zapf hätte sich diese Einrichtung nicht zum touristischen Aushängeschild der Stadt Wolfhagen entwickelt. Er und seine Frau Auguste sind selbst mit Haut und Haaren Wohnmobilisten – noch heute touren die beiden mehrfach im Jahr kreuz und quer durch Europa. (zih)

Quelle: HNA

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