Seit zehn Jahren berät das Zentrum der Wirtschaft Firmen im Landkreis

Schwalm-Eder. Eine enge Vernetzung von heimischer Wirtschaft, Verbänden, der Kreisverwaltung und der Politik - das ist das Ziel des Zentrums der Wirtschaft (ZWS) im Schwalm-Eder-Kreis.

Darin haben sich Vertreter von Industrie, Handwerk und Einzelhandel mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises zusammengeschlossen.

Zehn Jahre nach Beginn der Kooperation zogen die Beteiligten gestern eine positive Bilanz. "Die Zusammenarbeit ist sehr eng", sagte Andreas Fischer vom Servicezentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Homberg. Er ist oft erste Anlaufstelle für die Fragen von Unternehmern und Existenzgründern.

Anlaufstelle beim Landkreis

Wenn Fischer nicht weiterhelfen kann, vermittelt er die Kunden an andere Ansprechpartner aus dem ZWS weiter, etwa an Hans Georg Korell von der Wirtschaftsförderung. Ihn nennt Landrat Frank-Martin Neupärtl mit einem Augenzwinkern "das laufende Förderlexikon". Nicht ohne Grund: Korell kenne jeden Fördertopf, sagt der Landrat.

"Das Wichtigste ist, dass wir den Kunden helfen", betonte Wolfgang Scholz, Vize-Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Dazu bietet das ZWS Seminare, Sprechtage und Informationsveranstaltungen an. Hinzu kommt einmal im Jahr eine Ausbildungsbörse.

Außerdem bringt das ZWS auf dem jährlichen Unternehmertag Vertreter vieler Wirtschaftsbereiche zusammen. "Diese Gelegenheit zum Austausch wird sehr gut angenommen", berichtet Martin Schüller vom Einzelhandelsverband Hessen-Nord. Dort würden Themen diskutiert, die alle betreffen. Dabei geht es etwa um das Fehlen schneller Internetverbindungen oder den Einwohnerschwund in der Region.

Das ZWS versucht bei regelmäßigen Treffen, für solche Probleme Lösungsstrategien zu entwickeln. Dabei werde debattiert, sagt Wolfgang Scholz. "Wir sind nicht harmoniesüchtig." Dennoch sei es wichtig, dass das ZWS zu einer einheitlichen Position gelange, um so die Wirtschaft voranzubringen.

Das ZWS kann vieles, aber nicht investieren. "Standortpolitik ist nicht unsere Aufgabe", stellt Martin Schüller klar. "Wir können Konzepte entwickeln, aber man braucht trotzdem Investoren und Mieter, die Ideen zur Stadtentwicklung umsetzen."

Unternehmertag: Am Dienstag, 4. Oktober, findet ab 19 Uhr der Unternehmertag der ZWS in der Homberger Stadthalle statt. Die Teilnahme kostet 20 Euro.

Anmeldung: www.unternehmertag-schwalm-eder.de

Quelle: HNA

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