Noch in der „Findungsphase“

Internationales Bildungs- und Sozialwerk: Seit zwei Jahren Stillstand

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Balken über Balken: Dort, wo einst das Forstamt stand, gammelt altes Bauholz. Die Entscheidung für ein Neubauprojekt in Nachbarschaft zum Haus St. Josef (rechts) lässt auf sich warten.

Naumburg. Ein großer Haufen alter Balken ist das Einzige, was noch an das Naumburger Forstamt erinnert. Im Mai 2011 ließ der neue Eigentümer, das Internationale Bildungs- und Sozialwerk e.V. (int-bsw), das baufällige Fachwerkgebäude abreißen.

Damals erklärte der Vorsitzende des int-bsw, Siegfried Renneke, dass es mindestens zwei Jahre dauern werde, ehe auf dem Grundstück am Mühlenweg einen Neubau errichtet werde.

„Wir haben mehrere Projekt-Ideen.“

Mit seiner Einschätzung lag Renneke richtig. Außer, dass die Balken des alten Forstamtes langsam verrotten, tut sich nichts auf dem 5000 Quadratmeter großen Gelände ganz in der Nähe des Hauses am See, einem Alten- und Pflegeheim, dass das int-bsw vor gut fünf Jahren in Betrieb genommen hat.

Ideen, was man auf dem Grundstück machen könnte, hatte man schon vor zwei Jahren. Damals sagte Vorsitzender Renneke: „Es werden Wohneinheiten für generationenübergreifendes betreutes Wohnen.“ Heute äußert sich Siegfried Renneke weniger konkret. „Wir haben mehrere Projekt-Ideen“, sagte er gestern auf HNA-Anfrage. Renneke weiter: „Wir sind aber noch in der Findungsphase.“ Es gelte, noch weitere Gespräche zu führen, so der Vorsitzende.

Er bleibt bei seinen Aussagen vage. In der Vergangenheit war bei den Projekten des int.bsw, das in Naumburger neben dem Altenheim ein Wohnheim für Autisten und eines für Menschen mit dem Prader-Willi-Syndrom betreibt, die Einigung mit den Kostenträgern für die Bewohner der Einrichtungen die größte Hürde.

Es klemmt wohl an einer Stelle, auf die das int-bsw wenig Einfluss hat, denn Renneke versichert, man würde lieber heute als morgen etwas auf der Naumburger Brache machen.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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