Amanda Rutkowski aus Amerika arbeitet zurzeit bei B.Braun in Melsungen

Selbe Firma, anderes Land

Genießt ihre Zeit in Deutschland: Amanda Rutkowski aus den USA an ihrem Arbeitsplatz bei der B.Braun AG in Melsungen. Foto: Kamisli

Melsungen. Dass es die Deutschen mit der Pünktlichkeit auch nicht immer so genau nehmen, wie ihnen oft nachgesagt wird, das hat Amanda Rutkowski schon festgestellt. „Ich dachte, in Deutschland ist man immer pünktlich, aber es scheint so, als ob alle immer fünf Minuten zu spät kommen“, sagt die junge Amerikanerin und lacht.

Die 28-Jährige, die normalerweise bei B.Braun in Bethlehem (Pennsylvania) an der Ostküste der USA arbeitet, ist zurzeit für ein halbes Jahr in der B.Braun-Zentrale in Melsungen zu Gast. Wie zuhause in Amerika unterstützt sie in Melsungen die Kollegen in der Personalabteilung.

„An Deutschland mag ich besonders die Möglichkeit herumzureisen. Ich bin fast jedes Wochenende an einem anderen Ort“, sagt Rutkowski. Sie war auf dem Oktoberfest in München, in Berlin, Hamburg und Frankfurt. Aber auch kleinere Städte wie Marburg hat sie sich schon angesehen. Es mache ihr Spaß eine andere Kultur kennenzulernen. „Meine Kollegen geben mir auch immer gute Tipps.“

Auch von Melsungen schwärmt die 28-Jährige. „Eine kleine Stadt mit Kopfsteinpflaster und Fachwerkhäusern - genauso hab ich es mir vorgestellt,“ sagt sie.

Besonders gespannt ist die junge Frau auf die Vorweihnachtszeit mit all den Weihnachtsmärkten. „Ich freue mich sehr, diesen Teil der deutschen Kultur kennenzulernen“, sagt Rutkowski. Die Feiertage wird sie aber in Amerika verbringen. Denn auch wenn sie sich hier sehr wohlfühle, vermisse sie doch Familie, die Freunde und Kollegen. Besonders jetzt, als der verheerend Sturm Sandy an der Ostküste wütete. Als sie die ersten Bilder der Zerstörung im Fernsehen gesehen habe, habe sie sofort versucht, alle zu erreichen. „Meine Eltern haben bis heute keinen Strom. Aber meine Familie und meine Freunde haben großes Glück gehabt“, sagt die 28-Jährige. Die Zerstörung in Bethlehem sei glücklicherweise nicht so groß wie in anderen Teile des Landes.

Freunde und Familie, das ist so ziemlich das einzige, was ihr in der Heimat auf Zeit fehle. Sie sagt: „Eigentlich hab ich nicht viele Überraschungen erlebt. Ich glaube, ich war ziemlich gut vorbereitet als ich hierher kam.“ Es ist ihr erster internationaler beruflicher Austausch. Große Unterschiede in der Arbeitsweise konnte sie bisher nicht feststellen. Sie habe sich schnell eingewöhnt und mag die Art, wie hier gearbeitet wird mittlerweile sehr.

In ihrer Heimat stehen bald die Präsidentschaftswahlen an. Amanda Rutkowski glaubt, dass Barack Obama wiedergewählt wird.

In der neuen Serie „Melsunger auf Zeit“ stellen wir in loser Folge B.Braun-Mitarbeiter aus aller Welt vor, die einige Zeit in der Zentrale in Melsungen verbringen und uns ihre Eindrücke von Melsungen und Deutschland schildern.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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