Roland Wex entdeckte in seinem Garten eine afrikanische Vogelspinne

Afrikanische Vogelspinne in Melsunger Garten

Ungewöhnlicher Besuch: Roland Wex aus Melsungen hat bei seinen Gartenarbeiten eine afrikanische Vogelspinne gefunden. Sie hatte sich in einem Drainagerohr in der Nähe seines Gartenteiches versteckt. Foto: Skrzyszowski

Melsungen. Roland Wex war gerade dabei, eine Mauer in seinem Garten zu reparieren und säuberte ein Drainagerohr. „Plötzlich plumpste etwas in den Gartenteich. Ich dachte, es wäre eine Kröte und habe das Tier mit Gummihandschuhen aus dem Wasser gefischt.“ Doch damit hatte der 69-Jährige nicht gerechnet: Es war eine afrikanische Vogelspinne – zwölf bis fünfzehn Zentimeter groß.

Sofort flüchtete sie unter ein Holzbrett. „Meine Frau und ich haben sie dann in ein Einmachglas gesetzt“, sagt Wex. Doch den beiden war klar: „Vogelspinnen sind Wüstentiere, und das Tier muss schnellstens in eine artgerechte Haltung.“

Es war ein Männchen

Roland Wex brachte die Spinne daraufhin ins Tierheim nach Beuern. Dort stellte die Leiterin Katharina Kulle fest: „Es war tatsächlich eine Vogelspinne. Und es war ein Männchen.“ Der Gesundheitszustand des Tieres sei nicht gut gewesen. „Da das Tier nicht mehr am kompletten Körper behaart war, ist die Spinne wahrscheinlich nicht artgerecht gehalten worden“, vermutet Katharina Kulle.

Und wie kommt eine afrikanische Vogelspinne in einen Gartenteich in Melsungen? Da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder wurde die Spinne ausgesetzt oder sie ist ausgebüchst.

Da auch das Tierheim in Beuern die Spinne nicht artgerecht hätte halten können, kümmert sich nun der Tierschutzverein in Hessisch Lichtenau um den Exoten. Dort gibt es ein spezielles Terrarium für Reptilien. Roland Wex hat sich aber trotzdem über die Tierart informiert: „Der Stich einer solchen Spinne gleicht dem einer Wespe. Alles halb so wild, allerdings kann er für Allergiker oder kleine Kinder tödliche Folgen haben.“

Dass jemand in der Nachbarschaft ein Faible für exotische Tiere hat, scheint gar nicht so abwegig. Roland Wex erinnert sich: „Vor kurzem hat einer meiner Nachbarn erzählt, er habe in seinem Garten eine gelbe, etwa eineinhalb Meter lange Schlange gesehen. Vielleicht wurden beide Reptilien vom selben Besitzer ausgesetzt?“

Quelle: HNA

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