Baum des Jahres 2011: Forstamt pflanzte auf dem Firmengelände fünf junge Elsbeeren

Seltenes Holz bei der Edeka

Refugium für seltene Gehölze: Hans-Peter Reckelkamm (Edeka, 2. von links) sowie vom Forstamt Melsungen Manfred Grebe, Susanne Hesse und Christian-Peter Foet. Fotos:  Schwarz / Archiv (2)

Melsungen. Der Baum des Jahres 2011, die seltene Elsbeere, wird auf dem Außengelände der Melsunger Edeka-Zentrale heimisch. Mitarbeiter des Forstamts und des Unternehmens pflanzten gestern fünf junge Elsbeeren auf der großen Wiesenfläche am Schnittpunkt der Bundesstraßen 83 und 487.

Dort stehen bereits zehn Exemplare der Wildkirsche. Mit dem Baum des Jahres 2010 hatten Edeka und Forstamt die gemeinsame Naturschutz-Aktion begonnen. Die solle fortgesetzt werden, sagte Peter Reckelkamm von der Edeka – allerdings ab 2012 auf einem anderen Firmengelände in den Pfieffewiesen: „Dafür suchen wir derzeit noch.“

Den Namen Elsbeere haben viele Menschen noch nie gehört. Wegen der Form ihrer Blätter hält sie macher flüchtige Betrachter für ein Ahorn. Im Raum Melsungen kann man einige alte, gepflegte Exemplare im Raum Spangenberg entdecken, sagte Melsungens Forstamtsleiter Christian-Peter Foet. Die Bäume würden 200 bis 300 Jahre alt.

Der „besonders wertvolle Edellaubbaum“ werde wegen seines sehr harten Holzes und seiner wunderschönen Maserung geschätzt. Ausgewählte Elsbeerenstämme erzielen bei Holzauktionen laut Foet Festmeterpreise bis zu 15 000 Euro.

Das beste Elsbeerenholz wird als Furnier im hochwertigen Möbelbau verwendet, außerdem unter anderem für Musikinstrumente.

Wunderschön und vielfarbig schillert das Blätterkleid ausgewachsener Elsbeeren im Herbst. Die vollreifen Früchte schmecken süßsauer, sie enthalten sehr viel Vitamin C und geben vielen Vogelarten im Winter Nahrung. Auch für den Menschen sind sie genießbar, bereits die alten Römer schrieben Elsbeeren heilende Kräfte zu. (asz)

Quelle: HNA

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