Am Sendberg ist es die Perle: Junge Gemeinde feierte 90. Geburtstag

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Gutes Team: Bürgermeister Birger Fey, Georg Hucke, Wolfgang Weber, Ortsvorsteherin Susanne Möller, Helmut Becker, Manfred Kunz und Carmen Hucke (hinten, von links), vorne Brigitte Krug-Killer, Daniela Schnorr-Babik und Ursula Körner.

Welcherod. Zwei Tage wurde gesungen, getanzt und gelacht. Der Ortsbeirat und die Vereinsgemeinschaft richteten ihrem vor 90 Jahren als „Wohnplatz“ für Bergarbeiter gegründeten Welcherod eine würdige Geburtstagsfeier aus.

Erzählt wurden sich dabei die Erinnerungen vor allem der Älteren, die ihrem Heimatdorf nie den Rücken kehrten. So wie Herbert Becker, Ruth Neumann und Helene Hucke. Die eingefleischte Welcheröderin gab zum Besten, wie sie und ihre Klassenkameraden sechs Wochen vor ihrer Schule streikten, um die Schließung zu verhindern – ohne Erfolg. Ab Sommer 1956 mussten alle im benachbarten Verna zum Unterricht gehen.

Welcherod feierte 90. Geburtstag

Viele der Senioren waren schriftlich eingeladen und ließen sich die Teilnahme nicht nehmen. Am Freitag wurden Alt und Jung von den Silberberg-Musikanten und der Tanzgruppe Extrem unterhalten. Erinnerungen weckte die Vorführung des zur 75-Jahrfeier von Günter Buschmann gedrehten Films. Am Samstag sang der Kinderchor im Festzelt, im Dorfgemeinschaftshaus bewirteten die Frauen die Gäste. Die Kuchen- und Brotspenden wurden günstig verkauft, der Erlös ist für die Vereinsgemeinschaft, „denn wir haben noch viel vor“, erklärte Ortsvorsteherin Susanne Möller: „Unter anderem soll endlich der Jugendclub renoviert und so neu belebt werden.“

Im Saal betrachteten die Besucher Tafeln mit Bildern, die in mühevoller Arbeit zur Feier vor 15 Jahren zusammengetragen worden waren. Ein besonderes Glanzlicht war der Vortrag des selbst komponierten Liedes über Welcherod durch Carmen Hucke und Susanne Möller, Titel: Die Perle am Sendberg. Geschrieben hat es der ehemalige Welcheröder Friedbert Schmidt. Gleich zweimal mussten die Sängerinnen mit dem Mikrofon auf die Bühne im Festzelt.

Für die Unterhaltung der Kinder am Samstag war die Feuerwehr zuständig, und Meik Steinhauer und Benjamin Weber simulierten einen Fettbrand. Mit einem Tanzabend klang das Fest aus. (bf)

Von Angelika Löwer

Quelle: HNA

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