Eigentlich Maschinenbauer

Serie "Wir sind B. Braun": Ulrich Lesch arbeitet in der Logistik

Er sorgt dafür, dass die Ware immer rechtzeitig beim Kunden ankommt: Ulrich Lesch ist Vorarbeiter in der Logistik im Werk P in den Pfieffewiesen von B.Braun in Melsungen. Foto: Nieswandt

Melsungen. In unserer Serie „Wir sind B. Braun“ stellen wir Mitarbeiter der verschiedenen Standorte vor. Diesmal: Ulrich Lesch, der im Werk P in der Logistik arbeitet.

Der Weg zur B. Braun AG war für Ulrich Lesch alles andere als geradlinig - denn eigentlich kommt der Kirchhofer aus dem Maschinenbau. Heute ist Ulrich Lesch dafür zuständig, dass die Kunden ihre Lieferung von B. Braun pünktlich erhalten. Er ist im Werk P in den Pfieffewiesen Vorarbeiter in der Logistik, in der so genannten Abteilung Kommissionierung Versand/Endkunden.

Der 52-Jährige aus Kirchhof ist für die Abläufe in der Logistik und insgesamt 160 Mitarbeiter verantwortlich. Pro Schicht betreut er zwei Gruppen von je 80 Mitarbeitern, teilt ihnen die Aufgaben zu und prüft immer wieder, ob die gewünschte Ware auch auf dem richtigen Weg ist.

„Mich fasziniert an meiner Tätigkeit, dass sie so abwechslungsreich ist“, sagt Lesch. An einem Tag löst er Probleme, an einem anderen kümmert er sich um die Schreibtischarbeit.

„Wir bekommen etwa 4000 Kundenaufträge pro Tag. Das sind viele, aber unter Zeitdruck geraten wir eher selten, denn jeder Mitarbeiter weiß genau, was er zu tun hat“, sagt der Vorarbeiter. Das ist wichtig, denn 26 Lastwagen können gleichzeitig beladen werden. Das Hauptgeschäft der Logistik liegt in der Belieferung von Kliniken, dem Pharmagroßhandel, aber auch von Apotheken.

Für Ulrich Lesch war das anfangs alles Neuland. Der Kirchhofer hatte nach der Technikerprüfung 1991 bei der B. Braun AG angefangen. „Ich habe mich vom Lageristen hochgearbeitet: Seit 1999 bin ich Vorarbeiter“, sagt er. Er habe sich für das Melsunger Unternehmen entschieden, weil er sein Interesse für die Herausforderungen der Logistik entdeckt habe. Die riesigen Hallen mit den 70.000 Lagerplätzen für Paletten faszinierten ihn.

Um dieses Interesse weiterzugeben, ist er außerdem für die Ausbildung der neuen Fachlageristen und der Fachkräfte für Lagerlogistik zuständig. Neben dieser Arbeit braust er aber auch oft selbst mit einem Stapler durch die Hallen. Dort herrscht ein solch reges Treiben auf den Gängen, dass dort Straßenschilder den Verkehr regeln.

Da es bei solchem Trubel auch schnell zu einem Unfall kommen kann, schult er die Mitarbeiter in der Arbeitssicherheit. Beispielsweise dürfen die Beschäftigten die Halle nur mit Sicherheitsschuhen betreten. „Wir vermeiden Gefahren, wo immer wir können“, weiß der 52-Jährige.

An schlimme Unfälle könne er sich nicht erinnern. Das könne auch daran liegen, dass es in der Logistik keine Nachtschicht gibt. Dort wird von sechs Uhr morgens bis halb elf abends in zwei Schichten gearbeitet. Damit erfüllen die Mitarbeiter die Aufträge meist schon in 24, aber maximal in 48 Stunden.

Um das zu schaffen, muss Ulrich Lesch auch schon wieder los. Schließlich muss er noch prüfen, ob die Produkte auch schon wieder auf dem Weg sind.

Von Leona Nieswandt

 

Hintergrund: Lagererweiterung

Das Unternehmen B. Braun in den Pfieffewiesen erweitert die Lagerkapazitäten der Logistik. Der Grund dafür ist, dass das Unternehmen weiter gewachsen ist.

Momentan wird an einem neuem Hochregallager gebaut, das die Zahl der Palettenplätze um weitere 10 000 auf insgesamt 73 000 erhöht. In dem neuen Gebäude befindet sich ein automatisch arbeitendes Regalbediengerät, das die Paletten ein-, um- und auslagert. Betreiber ist die Fertigwarenlogistik des Unternehmens.

Das neue Hochregallager soll laut Mitteilung im August 2016 fertig sein und 23,3 Millionen Euro kosten.

Quelle: HNA

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