Gesamtschüler erfuhren vom ADAC, wie lange ein Auto zum Anhalten braucht

Sicher im Auto und zu Fuß

Richtig anschnallen will geübt sein: ADAC-Verkehrssicherheitstrainer Matthias Hillig (rechts) und der zehnjährige Gesamtschüler Leon Ebert. Foto: Schorn

Melsungen. Was ist eigentlich der Bremsweg? Und was hat es mit der Reaktionszeit auf sich? Diesen Fragen gingen die Fünftklässer der Melsunger Gesamtschule jetzt nach. Unter dem Motto „Achtung Auto“ absolvierten sie ein Verkehrsicherheitstraining mit dem ADAC.

Zwei Stunden lang erfuhren die Kinder alles zum Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg in Bezug auf die Straßenverhältnisse und die jeweilige Verfassung des Verkehrsteilnehmers.

„Die Aktion soll die Mädchen und Jungen auf die Gefahren im Straßenverkehr sowohl für Fußgänger, Radfahrer und durch Autos aufmerksam machen“, erklärte ADAC-Verkehrssicherheitstrainer Matthias Hillig.

Zunächst wurden die Schüler über das richtige Anschallen im Auto informiert. Dann durften sie ihr Wissen in der Praxis testen. Mit Tempo 30 fuhren sie mit Matthias Hillig in einem Auto mit, das nach wenigen Metern voll abbremste.

„Im Auto zu sitzen und dann zu bremsen hat richtig Spaß gemacht“, meinte der zehnjährige Phil Möller, der bei der Fahrt etwas aufgeregt war. „Ich habe schon ein leichtes Kribbeln im Bauch gespürt.“

Auf dem Programm stand auch das richtige Einschätzen des Anhaltewegs eines Autos. Das hatte aber so seine Tücken: Fast alle Mädchen und Jungen lagen mit ihrer Einschätzung falsch. Bis das Auto nach der Vollbremsung zum Stehen kam, dauerte es viel länger, als die meisten Kinder gedacht hatten.

Denn: Der Fahrer muss die Information eines Hindernisses auf seiner Fahrbahn erst geistig verarbeiten, bevor er reagieren kann.

„Wir haben alle beim Anhalteweg des Autos daneben gelegen. Das zeigt uns, dass wir nicht einfach über die Straße rennen sollen“, sagte die elfjährige Fünftklässlerin Esra Karabagca.

Von Michael Schorn

Quelle: HNA

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