Zum Beginn der Radsaison gibt die Polizei Tipps für Verkehrsteilnehmer

Sicher auf dem Drahtesel

Fahrrad-Check: Oberkommissar Malte Gerke erkennt auf den ersten Blick, ob ein Rad angemessen ausgestattet ist. Am Fahrrad von Helga Diehl aus Wolfhagen testet er, ob der Dynamo funktioniert. Fotos: Dietzel

Wolfhager Land. Katzenaugen, Dynamo und Helm: Das brauchen Radfahrer, damit im Straßenverkehr nichts schief geht. Um darauf aufmerksam zu machen, hat die Polizei in Hessen eine Aktion gestartet: „Zu Fuß und auf Reifen – Verkehr sicher begreifen“. Im Wolfhager Land waren am Mittwoch Beamte unterwegs und haben Verkehrsteilnehmer angesprochen.

Beleuchtung extrem wichtig

Lilia Bogdanov war mit ihrem Fahrrad auf dem Heimweg, als die Polizei sie anhielt. Sie fuhr auf der richtigen Straßenseite und nutzte einen kombinierten Fuß- und Radweg. Der Kommissar-Anwärter Mike Ashoff stellte fest, dass die Beleuchtung am Rad zum größten Teil in Ordnung war. Es fehlten aber Reflektoren, die sie nun anbringen soll. Die Beleuchtung ist den Beamten zufolge das A und O. Oberkommissar Klaus Attelmann versteht nicht, warum viele Mountainbikes ohne Lampen verkauft werden. Jedes Rad brauche einen Dynamo. Batteriebetriebene Lampen würden nicht ausreichen, so Attelmann.

Die Radlerin war ohne Helm unterwegs. Es gebe zwar keine Helmpflicht, erklärte Attelmann. „Wir empfehlen trotzdem grundsätzlich Helme, besonders für Kinder“. Die Frau bekam ein Faltblatt über sicheres Radfahren, das auf der Wache für jeden kostenlos erhältlich ist.

Ursachen bei Unfällen mit Radlern sind laut Polizei oft die Missachtung der Vorfahrt, gefolgt von falscher Fahrbahnbenutzung. Daher sei es wichtig, die ausgeschilderten Sonderwege und Schutzstreifen für Radfahrer zu nutzen.

Auch eine Fußgängerin klärten die Polizisten auf: Sie war bei Rot über eine Straße gelaufen. Sonst werde dafür ein Bußgeld verhängt. „Wir haben die Dame darauf hingewiesen, dass sie Vorbild ist“, sagte Attelmann. Kinder könnten die Gefahr im Verkehr oft nicht einschätzen, daher müssten Erwachsene zeigen, wie sie sicher die Straßen überqueren. Attelmann: „Man kann ruhig mal zehn Sekunden verharren, bis die Ampel grün ist.“

Autofahrer müssten sich jetzt wieder an mehr Fußgänger, Rad- und Kradfahrer gewöhnen. Besonders am kommenden Wochenende gelte für alle Verkehrsteilnehmer Vorsicht: Es wird viel los sein, schätzt Attelmann. Denn einige Motorräder würden saisonal ab dem 1. April zugelassen sein. Das nutzen Kradfahrer dann für eine erste Tour.

Von Stefanie Dietzel

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare