Stromversorger stattet Masten mit Vorrichtung zum Vogelschutz aus

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Sind begeistert von der neuen Form des Vogelschutzes: Heiko Fenzl (von links), Thorsten Cloos und Kai Otys. Das kleine Foto zeigt einen Bussard.

Wolfershausen. Schrumpfschläuche und Büschelabweiser - damit soll verhindert werden, dass Vögel, die sich auf Strommasten niederlassen, einen tödlichen Stromschlag bei Abfliegen erleiden.

Diese und weitere Vorrichtungen zum Vogelschutz hat der Energieversorger E.on in den vergangenen sechs Monaten an den 20 000 Volt-Überlandleitungen in der Region angebracht.

„Greifvögel setzen sich sehr gerne auf Strommasten, um von dort oben nach Beute Ausschau zu halten“, erläutert Kai Otys, Leiter eines regionalen Einsatzteams von E.on.

Damit begehen die geflügelten Jäger oft einen tödlichen Fehler, wie Otys erklärt: „Haben die Tiere dann zum Beispiel eine Maus gesichtet, spreizen sie die Flügel zum Abflug und berühren die Stromleitungen.“ Das traurige Resultat: regelmäßig tote Vögel im Umkreis der Strommasten.

Bereits in den 80er-Jahren war man das Problem mit isolierten Vogelstangen, auf denen sich die Greifvögel niederlassen konnten, angegangen. Eine endgültige Lösung war das aber nicht. Nun hat E.on in sechsmonatiger Arbeit über 300 Masten mit neuen Vorrichtungen ausgestattet, die gefährliche Teile der Strommasten isolieren oder Vögel überhaupt daran hindern, ihnen zu nahe zu kommen.

„Das war eine ganze Menge Arbeit. Für einen Mast haben zwei Leute sechs Stunden gebraucht“, erinnert sich Otys. Doch der Aufwand hat sich gelohnt: 22 von 26 Städten und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis verfügen nun über vogelfreundliche Strommasten.

Für die umfassenden Vogelschutz hat der Energieversorger 325 000 Euro im Regionalbereich Borken ausgegeben. Vogelschutz sei aber auch in den anderen Regionalbereichen geplant. Darüber freut sich auch Torsten Cloos, Geschäftsführer des Naturschutzbundes Unteres Edertal: „Damit ist der Vogelwelt geholfen.“

Quelle: HNA

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