Sicherheit macht Schule: Leuchtenden Westen für Erstklässler

Leuchtende Erstklässler: Kinder der Schule am Reiherwald Wabern mit (von links) Schulleiterin Ulrike Hause, Lehrerinnen Helga Brinkmann, Thea Pfarr-Lauterbach und Michaela Mohr. Foto: Mangold

Wabern. Alle 18 Minuten verunglückt ein Kind unter 15 Jahren auf Deutschlands Straßen, besagt eine Statistik des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC). Besonders gefährdet sind die Schulanfänger, die auch Anfänger im Straßenverkehr sind.

Sie sind außerdem die kleinsten Verkehrsteilnehmer und werden, besonders in den dunklen Jahreszeiten Herbst und Winter, von Auto- und Motorradfahrern oft erst spät erkannt.

Der Überblick, um Autos rechtzeitig zu erkennen, fehlt den Kindern oft, weil sie schlicht zu klein sind. In der Grundschule am Reiherwald in Wabern bekamen Erstklässler jetzt mehr als 60 Sicherheitswesten, die ihnen von Jutta Lämmert-Edenhofner (Automobilsport-Club Melsungen) überreicht wurden.

Eltern sollen mithelfen

Schulleiterin Ulrike Hause bedauerte, dass die Zweitklässler, die im vergangenen Jahr Westen geschenkt bekommen hatten, diese kaum getragen hätten. Sicherheitswesten würden nicht umsonst auch von Polizisten, Feuerwehrleuten, Bauarbeitern und Motorradfahrern getragen, erläuterte sie. Das hätten viele Kinder wohl noch nicht verstanden: „Ich wünsche mir, dass ab morgen die halbe Schule mit Sicherheitswesten zur Schule kommt.“

Um sie daran zu gewöhnen, sollten die Jüngsten ihrer Ansicht nach auf dem Schulweg grundsätzlich mit der reflektierenden Kleidung unterwegs sein. Darauf sollten die Eltern zuhause schon achten.

In zwei Jahren sollen alle Jahrgänge der Schule mit Westen ausgerüstet sein. Für die Erstklässler werden sie kostenlos zur Verfügung gestellt.

ADAC, Deutsche Post und „Ein Herz für Kinder“ statten nach eigenen Angaben die Erstklässler an 17 000 Schulen bundesweit mit insgesamt 800 000 Sicherheitswesten aus.

Die Westen bestehen aus reflektierendem Material und haben eine Kapuze, die entweder auf dem Kopf getragen oder über den Schulranzen gehängt wird. Da sie besonders lang sind und unter dem Schulranzen herausragen, lassen die Reflexstreifen die Kinder auch von der Rückseite schon von Weitem leuchten.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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