Heftige Kritik von Grünen und FDP an der Informationspolitik des Landrats

Nur die Sicherheit zählt

Heikles Thema: Die Sicherheit von Schulbussen muss oberste Priorität haben. Archivfoto: 

Schwalm-Eder. Bei einer Kontrolle der Polizei kam es zu Tage: Die Sicherheit von Schulbussen ist nicht immer gegeben. Nach heftigen Auseinandersetzungen musste Landrat Frank-Martin Neupärtl zugeben, bei der Kontrolle von 33 Bussen drei nicht mehr weiter fahren durften.

Dazu haben sich jetzt erneut die Fraktionen im Kreistag zu Wort gemeldet. Nach Ansicht von Hermann Häusling (Grüne) „darf es für den Transport der Schülern mit den Bussen bei der Sicherheit kein Rabatt geben.“ In der Kreistagssitzung hatte Landrat Neupärtl noch von geringen Mängeln gesprochen.

Am nächsten Tag sei das nicht mehr haltbar gewesen. Die Polizeidirektion sehe das anders. Mängel an Bremsanlagen und Beleuchtung, poröse Reifen und korrodierte Fahrzeugböden seien gravierende Mängel.

Erst auf eine Anfrage der Oppositionsparteien bei der Polizei sei die Wirklichkeit um den mangelhaften Zustand einiger Busse an die Öffentlichkeit gekommen. Das habe über acht Wochen gedauert. „Die schleppende Aufklärung ist nicht akzeptabel“ sagte Häusling, und fordert völlige Aufklärung.

Auch die Sprecherin der FDP, Wiebke Reich, sprach von mangelhaften Informationen. „Die Kritik galt nicht der HNA oder der Polizei, sondern vor allem dem Landrat und seiner Verwaltung, weil weder die Bevölkerung noch die Kreistagsabgeordneten über die Kontrollen informiert wurden.“

Neupärtl warf sie vor, Wortklauberei damit zu betreiben, dass die Busse nicht aus dem Verkehr gezogen worden seien. Für Eltern und Schüler spiele allein die Verkehrstüchtigkeit der Busse eine Rolle. Ohne Berichte in der Zeitung wäre keine Sensibilisierung der Öffentlichkeit erreicht worden. (red)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare