Gemeinsamer Brief an Minister

Sieben Bürgermeister fordern besseren Lärmschutz an der der A49

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Die A 49 zwischen Baunatal und Edermünde: Seit einigen Monaten gilt dort Tempo 100, um den Lärm zu reduzieren. Doch wenn die Autobahn an die A 5 angeschlossen sein wird, rechnen Experten mit der doppelten Menge an Verkehr. Dann muss auch hier besserer Lärmschutz her, fordern die Anlieger-Gemeinden.  

Schwalm-Eder/Baunatal. Wenn die A49 an die A5 angeschlossen wird, dann steigt das Verkehrsaufkommen auch auf dem jetzigen Teilabschnitt deutlich an - und damit auch der Lärm.

Das heißt für die Anwohner in den betroffenen Städten und Gemeinden: viel mehr Autos und Lkw, deutlich mehr Lärm. Gleichzeitig gelten aber für die so genannten Bestandsbereiche der Autobahn - also alle bisher gebauten Abschnitte von Kassel bis nach Neuental - noch die alten Lärmschutzgrenzen. Für die neu zu bauenden Autobahnstrecken ist hingegen die neue Bundesemissionsschutzverordnung maßgeblich. Mit „akzeptablen Lärmschutzwerten“, wie Edermündes Bürgermeister Thomas Petrich sagt.

Er und seine Amtskollegen aus den Kommunen Baunatal (Manfred Schaub), Gudensberg (Frank Börner), Fritzlar (Hartmut Spogat), Wabern (Claus Steinmetz), Borken (Marcel Pritsch-Rehm) und Neuental (Kai Knöpper) haben deshalb gemeinsam einen Brief an den hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir geschrieben, in dem sie diese für ihre Bürger prekäre Situation schildern und eine „qualifizierte Schallschutzplanung“ für den Autobahnabschnitt Baunatal - Borken fordern.

Gespräch mit Minister am 17. März?

Die Bürgermeister wollten den Brief gerne persönlich übergeben, aber seit Mitte November 2016 waren alle Versuche vergeblich. Deshalb wurde er dem Minister in dieser Woche per Post zugesandt. Daraufhin gab es am Mittwoch eine Antwort, dass Al-Wazir am 17. März zu einem Gespräch darüber nach Edermünde kommen wolle.

„Ich hoffe, dass es hier bei uns zu einem persönlichen Treffen mit dem Minister kommen wird“, sagte Petrich gegenüber der HNA. Das wäre allen Beteiligten sehr wichtig.

Keiner der Bürgermeister sei gegen einen Lückenschluss der A 49 zur A 5, betonte Petrich. Aber die Situation der Anlieger in Kommunen wie Baunatal, Edermünde, Gudensberg, Fritzlar, Borken und Neuental, wo die alte Trasse teils dicht an bewohnten Gebieten, teil mitten hindurch führe, dürfe nicht noch belastender werden. „Das geschilderte Szenario begründet für den Bestandsbereich der A 49 nach unserer Auffassung eine wesentliche Änderung gegenüber dem Status Quo“, heißt es in dem Brief der sieben Bürgermeister.

Gefordert wird deshalb parallel zur Planung des A 49-Lückenschlusses eine neue Lärmschutzplanung für den Bestandsbereich. Ziel müsse es sein, auch zwischen Baunatal und Neuental die Grenzwerte der Lärmvorsorge nach der Bundesemissionsschutzverordnung zu beachten und so zu planen.

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Quelle: HNA

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